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Unwetter an der spanische Küste: Mehr als 1.000 Notrufe und ein Toter

ARCHIV: Nebel liegt über einer überfluteten Landschaft am Ebro, Dezember 2021.
Archiv: Nebel liegt über einer überfluteten Landschaft nahe des Ebro, aufgenommen im Dezember 2021. Copyright  Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved
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Von Rafael Salido
Zuerst veröffentlicht am
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In Olivella kommt ein Mann ums Leben, eine Sturzflut hat ihn mitgerissen. Valencia aktiviert den Sonderplan gegen Überschwemmungen, Murcia sagt in 15 Gemeinden den Unterricht ab.

Heftige Regenfälle haben am Mittwoch die spanische Mittelmeerküste getroffen. In Barcelona ist midnestens ein Mensch ums Leben gekommen. Außerdem kam es zu Überschwemmungen, Verkehrsproblemen und zur Auslösung von Notfallwarnungen in mehreren Regionen.

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In Olivella in der Provinz Barcelona fanden die Feuerwehrleute den leblosen Körper eines Mannes, den ein Sturzbach mitgerissen hatte. Die Einsatzkräfte entdeckten ihn rund 500 Meter entfernt von dem Fahrzeug, in dem er unterwegs gewesen war. Auch das Auto war von den Wassermassen mitgerissen worden.

Der sintflutartige Regen hat in Katalonien zahlreiche weitere Zwischenfälle ausgelöst. Der Katastrophenschutz verschickte eine ES-Alert-Nachricht an Mobiltelefone in mehreren Küstengebieten, darunter Baix Llobregat, Garraf, Penedès und Vallès Occidental. Hintergrund ist die Prognose heftiger Niederschläge bis ein Uhr in der Nacht.

Die Feuerwehr rückte zu 191 Einsätzen aus, vor allem wegen Wasseransammlungen in Gebäuden und auf Straßen, die den Verkehr behinderten. Der Notruf 112 verzeichnete 1.044 Anrufe im Zusammenhang mit dem Regenereignis, daraus ergaben sich 642 Einsätze.

Unwetterwarnungen in Valencia und Murcia

Auch in der Region Valencia mussten die Behörden Notfallmaßnahmen aktivieren. Das Katastrophenschutz-Koordinationszentrum der Regionalregierung verschickte um 22.08 Uhr eine ES-Alert-Meldung an Mobiltelefone in Küstenabschnitten im Norden und Süden der Provinz Valencia wegen akuter Überschwemmungsgefahr.

Die Warnung fordert die Bevölkerung auf, Fahrten zu vermeiden, Flussläufe und Schluchten zu meiden, Straßensperrungen zu respektieren und sich in höhere Stockwerke zu begeben, falls der Wasserstand steigt. Die Regionalregierung aktivierte außerdem die Stufe „Situación 1“ des Sonderplans für Überschwemmungen.

In Torrent fielen in nur 45 Minuten mehr als 90 Liter Regen pro Quadratmeter. In l’Eliana waren es laut der Vereinigung Valencianischer Meteorologie (Avamet) über 85 Liter, in Chiva 73 Liter. Auch im Großraum Valencia gab es an mehreren Messpunkten Niederschlagsmengen von mehr als 60 Litern pro Quadratmeter.

Die Küste von Valencia, der Süden von Alicante und die Region Murcia stehen weiter unter Orange-Warnstufe wegen Starkregen. In Murcia setzte die Regionalregierung für diesen Donnerstag in 15 Gemeinden den Schulunterricht aus, da innerhalb einer Stunde bis zu 50 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet werden.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez rief die Bevölkerung dazu auf, „den Empfehlungen der Rettungsdienste zu folgen und die offiziellen Informationskanäle zu nutzen“.

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