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Mehr Lohn reicht nicht: Wohnpreise in Spanien steigen schneller als Löhne

Wohnungspreise steigen deutlich schneller als Löhne.
Die Immobilienpreise sind viel stärker gestiegen als die Löhne. Copyright  Canva
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Von Marina Neila
Zuerst veröffentlicht am
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In Spanien klafft bei Einkommen und Immobilienpreisen eine große Lücke: Für eine 90‑Quadratmeter‑Wohnung schwankt der Preis um bis zu 383.000 Euro, in den Balearen und in Madrid sind über 129.000 Euro Eigenkapital nötig.

In Spanien bedeutet ein gutes Gehalt noch lange nicht, dass der Wohnungskauf leicht ist. Eine Auswertung von iAhorro zeigt große Unterschiede zwischen den Regionen. Die Gehälter unterscheiden sich um rund zehntausend Euro pro Jahr, der Preis für eine 90‑Quadratmeter‑Wohnung kann dagegen um fast 383.000 Euro schwanken.

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Das größte Hindernis ist das Geld, das vorab angespart sein muss, bevor der Käufer die Hypothek beantragt. Wer eine 90‑Quadratmeter‑Wohnung kaufen will, muss rund 30 % des Kaufpreises für Eigenkapital und Nebenkosten mitbringen. Auf den Balearen entspricht das etwa 144.000 Euro, in Extremadura rund 29.000 und in Kastilien-La Mancha 30.000 Euro.

Die Preise erklären einen großen Teil dieser Unterschiede. Eine 90‑Quadratmeter‑Wohnung kostet auf den Balearen etwa 480.000 Euro, in Madrid 431.000 Euro. In Extremadura liegt der Preis dagegen bei rund 97.000 Euro, in Kastilien-La Mancha bei 100.000 Euro. Ein höheres Gehalt gleicht die Wohnkosten daher nicht immer aus.

Auch das Sparen macht einen großen Unterschied. Legt eine Familie 35 % ihres Einkommens für die Anzahlung zurück, kann sie in neun Regionen das nötige Geld in weniger als fünf Jahren zusammenbekommen. Dazu zählen Galicien, Navarra, Aragonien, La Rioja, Murcia, Asturien, Kastilien und León, Extremadura sowie Kastilien-La Mancha.

Am anderen Ende stehen die Balearen, Madrid und die Kanarischen Inseln. In diesen Gebieten reichen fünf Jahre Sparen nicht aus, um den Preis einer 90‑Quadratmeter‑Wohnung zu erreichen. Für Alleinkäufer ist der Kraftakt noch größer: Auf den Balearen müssten sie 14,2 Jahre sparen, in Madrid 10,7 Jahre und auf den Kanaren 10,1 Jahre.

Für die Kommunikationschefin von iAhorro, Laura Martínez, die in einer Mitteilung zitiert wird, liegt das Hauptproblem weniger in den monatlichen Kreditraten, sondern darin, das Startkapital zusammenzubekommen: „Am schwersten ist es, das nötige Eigenkapital anzusparen.“

Den jungen Menschen und Alleinlebenden, die eine Wohnung kaufen möchten, fällt es laut der Analyse am schwersten, diese erste Hürde zu überwinden.

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