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2,45 Euro pro Liter Diesel: Sprit so teuer wie noch nie

Die Preise fürs Tanken sind so hoch wie nie. Doch viele sind auf ihr Auto angewiesen.
Die Preise fürs Tanken sind so hoch wie nie. Doch viele sind auf ihr Auto angewiesen. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Franziska Müller
Zuerst veröffentlicht am
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Noch nie hat Diesel mehr gekostet. Mit 2,45 Euro ist der Sprit in Deutschland auf einem Rekordhochwert, Benzin hatte diesen bereits am Mittwoch erreicht. In Frankreich wird bereits gegen die steigenden Preise protestiert.

Noch nie hat das Tanken so viel gekostet wie derzeit. Neuen Zahlen des ADAC zufolge ist der Dieselpreis auf einem Rekordhöchstwert. Am Mittwoch kostete das Tanken von einem Liter Diesel demnach 2,453 Euro.

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Auch Benzin hatte bereits einen neuen Höchstwert erreicht. Ein Liter Super E10 kostete im Bundesdurchschnitt 2,314 Euro.

Insgesamt ist Diesel derzeit knapp 71 Cent teuer als vor dem Beginn des US-israelischen Krieges gegen den Iran Ende Februar. E10 ist um knapp 54 Cent teuer geworden. Inflationsbereinigt waren die Kraftstoffe in der Vergangenheit bereits teurer.

Ursache: Preis für Rohöl

Die starke Erhöhung der Spritpreise hängt unter anderem mit den Preisen für Rohöl zusammen. Ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent kostete zuletzt etwa 100 Dollar gegenüber 85 Dollar Ende August.

Doch auch der Konflikt in der Straße von Hormus und zuletzt Angriffe auf Pipelines in Saudi-Arabien sorgen für Schwierigkeiten und Verzögerungen beim Transport und in den Raffinerien.

Bei den deutschen Autofahrern spiegeln sich die weltweiten Konflikte im Budget wieder. Autofahren ist derzeit mit deutlichen Mehrkosten verbunden.

Regierung kündigt Maßnahmen an

Die Regierung will nach der 12-Uhr Regel, wonach der Preis nur einmal täglich erhöht werden darf, weitere Entlastungen planen. Das hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) angekündigt. Für viele Menschen, die täglich das Auto brauchten, sei eine Belastungsgrenze erreicht.

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte zuletzt eine vorübergehende Steuersenkung in Aussicht gestellt. Die Steuer für Kraftstoffe solle von 19 Prozent auf sieben Prozent gesenkt werden, sagte sie.

Die SPD hatte bereits vor Wochen für einen Spritpreisdeckel geworben. In acht europäischen Ländern wird dieses Modell bereits genutzt.

Protest in Frankreich: Tankstellen verwüstet

Auch in Frankreich hat der Sprit Höchstwerte erreicht, hier kostet der Liter fast 2,50 Euro. Der Unmut der Menschen richtet sich nun nicht nur gegen die Regierung, sondern auch gegen Tankstellen selbst.

In Nordfrankreich wurden vier Tankstellen verwüstet. Die Anzeigen der Tankstellen wurden zerschlagen, auf die Säulen wurden Worte wie "Diebe" gesprayt.

Französische Autofahrer strömen derzeit zu den Tankstellen von TotalEnergies, um günstigen Sprit zu bekommen. Rivalen klagen jedoch und werfen dem Energiekonzern vor, mit Unterstützung der Regierung den Wettbewerb zu verzerren.

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