Zu den Höhepunkten des Museums gehört der Apple I, Apples erster Computer. Er kam einst nur als nackte Platine auf den Markt und ist heute ein seltenes Sammlerstück, mehr als eine Million Dollar wert.
Vor fünfzig Jahren bastelten in einer einfachen Garage zwei junge Visionäre Anfang zwanzig an Schaltkreisen und Kabeln – mit dem Traum, die Welt zu verändern.
Heute können Besucherinnen und Besucher in Utrecht in diese Geschichte eintauchen: Im neuen Apple-Museum der Niederlande verfolgen sie den Weg des Unternehmens von einem kleinen Start-up zu einer der einflussreichsten Technologiemarken der Geschichte.
Das Museum zeigt eine umfangreiche Sammlung von Apple-Produkten, darunter frühe Geräte aus den Siebzigerjahren, den ersten Macintosh sowie spätere Modelle, die den Personal Computer entscheidend geprägt haben.
Der Rundgang beginnt in einer nachgebauten Garage, die eng mit den frühen Jahren von Apple verbunden ist. Dort meldeten Steve Jobs und sein Freund und Mitgründer Steve Wozniak am ersten April 1976 offiziell die Firma Apple Computer an.
„Das Museum ist so aufgebaut, dass man beim Eintreten in der Garage startet – dort, wo alles begann. Es war zwar nie ihre Firmenzentrale, aber dieser Ort erzählt viel über die beiden Gründer von Apple, Steve Wozniak und Steve Jobs, und über die Grundlage ihrer Vision für die Produkte“, sagt Museumsgründer Ed Bindels.
„Schritt für Schritt erklären wir, wie sich das Logo entwickelt hat und welche Design-Sprache Apple nutzt. Ich hoffe, dass die Menschen das Museum mit mehr Wissen über Apple verlassen und ihre Apple-Geräte anschließend mit anderen Augen sehen – das ist unser Ziel“, fügt er hinzu.
Von der Garage zum globalen Tech-Konzern
Zu den Höhepunkten des neuen Museums gehört der Apple I, das erste Produkt des Unternehmens. Steve Wozniak entwarf und baute den Rechner komplett von Hand. Er kam 1976 auf den Markt und gilt als Startpunkt von Apples Erfolgsgeschichte.
Damals verkaufte Steve Jobs seinen geliebten VW-Bus, Steve Wozniak trennte sich von seinem HP‑65-Taschenrechner. Beides waren kleine Opfer, um die Entwicklung des Rechners zu finanzieren.
Im Unterschied zu heutigen Computern bestand das Produkt jedoch nur aus einer Hauptplatine. Die Käuferinnen und Käufer mussten Tastatur, Gehäuse und weitere Teile selbst zusammenstellen.
„Normalerweise hat ein Computer eine Tastatur und alles andere gleich dabei. Sie verkauften aber nur die Hauptplatine, und man musste seine eigene Tastatur anschließen; dafür gab es passende Schnittstellen“, erläutert Antonie de Kok, Vorstandsmitglied des Apple-Museums.
Heute existiert nur noch eine kleine Zahl von Apple‑I‑Rechnern. Entsprechend begehrt sind sie bei Sammlerinnen und Sammlern. „Diese Geräte sind einzigartig und sehr wertvoll. Einer wurde gerade für mehr als eine Million Dollar verkauft, weil es nur noch wenige gibt. Hier beginnt die Geschichte von Apple, wie wir es heute kennen. Das war das erste Produkt, das sie überhaupt entwickelt haben“, sagt de Kok.
Tausende Exponate zu sehen
Laut Museumsleitung ist es das größte Apple-Museum Europas. Die Sammlung umfasst mehr als fünftausend Objekte – von Computern über Plakate bis zu iPads, iPhones und anderen Produkten von Apple. Derzeit ist jedoch nur ein Teil davon zu sehen.
„Wir zeigen weniger als zehn Prozent unseres Bestands, die Sammlung ist sehr groß. Uns ist wichtig, dass die Produkte die Geschichte unterstützen und nicht selbst die Hauptrolle spielen. Sie sind hier, um diese Geschichte zu erzählen – deshalb wählen wir nur einige Stücke aus“, sagt de Kok.
Der Rundgang endet beim iPhone. Dort wird deutlich, wie Apple in fünfzig Jahren Kommunikation, Design und den Alltag verändert hat.
Das Apple-Museum in Utrecht öffnet am zweiten April offiziell für das Publikum.