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Apple stärkt schwächelnde Siri mit Google Gemini: iPhone-Hersteller holt bei KI auf

Am neunten Februar 2025 im Google Lab in Paris: eine Veranstaltung am Rande des AI Action Summits. Eine Frau geht an einem Riesenmonitor mit Logo vorbei.
Eine Frau geht an einem Riesenbildschirm mit einem Logo vorbei. Bei einem Event im Paris Google Lab am Rande des AI Action Summit in Paris, am neunten Februar 2025. Copyright  AP Photo
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Von Euronews mit AP
Zuerst veröffentlicht am
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Apple und Google schmieden eine KI-Partnerschaft. Zeitgleich erreicht Alphabet an der Börse einen Marktwert von vier Billionen US-Dollar.

Apple holt sich Google ins Boot, um Siri schlauer zu machen und weitere KI-Funktionen aufs iPhone zu bringen. Der Trendsetter muss beim jüngsten Tech-Hype aufholen.

Die Vereinbarung, die Apple Zugriff auf Googles KI gibt, wurde am Montag in einer gemeinsamen Mitteilung der beiden Silicon-Valley-Schwergewichte bekanntgegeben. Die Partnerschaft setzt auf Googles Gemini, um ein Paket von KI-Funktionen namens „Apple Intelligence“ für iPhone und andere Geräte anzupassen.

Google und andere lagen im KI-Wettrennen früh vorne. Apple versprach daraufhin seinen ersten großen Aufschlag – mit neuen Funktionen, die eigentlich aufs iPhone im Jahr 2024 mit einem groß angekündigten Software-Update kommen sollten.

Viele von Apples KI-Funktionen sind noch in der Entwicklung. Inzwischen bringen Google und Samsung immer mehr davon auf ihre eigenen Geräte.

Besonders fehlt auf dem iPhone die versprochene Generalüberholung von Siri. Sie sollte den oft ratlosen Assistenten in einen gesprächigeren und vielseitigen Multitasker verwandeln.

Google stichelte im vergangenen Sommer in Werbespots zur Einführung seines neuesten Pixel-Smartphones sogar gegen die KI-Schwächen des iPhone.

Apples Fehltritte bei KI führten dazu, dass der Konzern vergangenes Jahr einräumen musste: Das Siri-Upgrade kommt erst irgendwann 2026.

Dass Apple nun auf Googles KI setzt, ist ein Coup für Google. Der Konzern erweitert Suche und Gmail seit geraumer Zeit um Funktionen auf Basis von Gemini.

Der Fortschritt verschärft den Wettbewerb mit OpenAI und seinem Chatbot ChatGPT. Dafür gibt es bereits eine Vereinbarung mit Apple, die ChatGPT zur Option auf dem iPhone macht.

Wedbush-Analyst Dan Ives nannte den Apple-Deal in einer Notiz am Montag einen „großen Bestätigungsmoment für Google“.

Googles Fortschritte bei KI haben der Mutter Alphabet Inc. aus Sicht der Anleger einen kleinen Vorsprung vor Apple verschafft. Am Montag erreichte Alphabet einen Meilenstein: Erstmals überstieg der Börsenwert 4 Billionen US-Dollar (3,4 Billionen Euro).

Trotzdem lag Alphabets Börsenwert rund 150 Milliarden US-Dollar (128,5 Milliarden Euro) über dem von Apple. Apple führte jahrelang die Rangliste der wertvollsten Unternehmen der Welt an, bis der KI-Boom die Spielregeln veränderte.

Im vergangenen Jahr stießen drei weitere Konzerne zum 4-Billionen-US-Dollar-Club (3,4 Billionen Euro). Den Anfang machte im Juli der KI-Chiphersteller Nvidia. Auch Apple und Microsoft, die beiden langjährigen Rivalen, durchbrachen die Marke, liegen inzwischen aber wieder unter 4 Billionen US-Dollar (3,4 Billionen Euro).

Ende Oktober lag Nvidias Börsenwert kurzzeitig über 5 Billionen US-Dollar (4,29 Billionen Euro), bevor er wieder nachgab. Grund waren wiederkehrende Sorgen, dass die Hunderte Milliarden, die in KI fließen, eine Blase bilden könnten, die am Ende platzt. Da seine für KI entwickelten Chips weiterhin stark gefragt sind, bleibt Nvidia mit 4,5 Billionen US-Dollar (3,86 Billionen Euro) Börsenwert an der Spitze.

Alphabets Aktie steigt seit Anfang September, als Google entging dem Versuch der US-Regierung, sein Internetimperium zu zerschlagen. Zuvor hatte ein Urteil vom vergangenen Jahr die allgegenwärtige Suchmaschine als illegales Monopol eingestuft.

Um weitere Verfehlungen zu verhindern, ordnete der zuständige Bundesrichter eine Neuordnung an. Anleger sahen darin weitgehend nur einen Klaps auf die Finger. Seitdem stieg Alphabets Aktie um 57 Prozent und brachte zusätzliche 1,4 Billionen US-Dollar (1,2 Billionen Euro) an Vermögen für die Anteilseigner.

Das Urteil ließ auch die Tür offen für die langjährige Such-Allianz zwischen Google und Apple. Google zahlt Apple jährlich mehr als 20 Milliarden US-Dollar (17,14 Milliarden Euro), um die bevorzugte Suchmaschine auf dem iPhone und anderen Apple-Produkten zu sein. Diese Vereinbarung bleibt mit wenigen Anpassungen zulässig.

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