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Samsung in Korea: drohender KI-Streik bringt Beschäftigten 350.000-Euro-Prämien

Samsung Electronics: Gruppe von Aktionären protestiert
Samsung Electronics: Gruppe von Aktionären demonstriert Copyright  AP Photo/Ahn Young-joon
Copyright AP Photo/Ahn Young-joon
Von Anna Desmarais
Zuerst veröffentlicht am
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Samsung ist laut lokalen Medien erst das zweite bekannte Unternehmen, das eine Gewinnbeteiligung mit KI-Beschäftigten aushandelt.

Mitarbeitende, die an Samsungs Halbleiterchips für Künstliche Intelligenz arbeiten, können nach einer neuen Gewinnbeteiligungsvereinbarung Bonuszahlungen von rund 350.000 Euro erhalten.

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Zwei Gewerkschaften des in Korea ansässigen Halbleiterherstellers erklärten, 74 % ihrer Mitglieder – mehr als 60.000 Menschen – hätten dem Abkommen zugestimmt. Damit endete ein 18-tägiger Streik.

Die Vereinbarung sieht vor, dass die Beschäftigten in der Halbleitersparte eine leistungsabhängige Sonderzahlung in Form von Aktien erhalten. Sie soll 10,5 % des Unternehmensgewinns entsprechen, wie die koreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete (Quelle auf Englisch).

Die Bonuszahlungen könnten für mehr als 28.000 Beschäftigte in der Chip-Sparte bis zu 600 Millionen Won (346.750 Euro) erreichen, falls Samsungs operativer Gewinn die erwartete Marke von 300 Billionen Won (172 Milliarden Euro) in diesem Jahr übertrifft, meldete Yonhap.

„Mit dem Abschluss dieser Lohnvereinbarung werden Gewerkschaften und Management mit vereinten Kräften daran arbeiten, die globale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“, sagte Yeo Myung-gu, Vizepräsident von Samsung Electronics, in einer Erklärung nach der Abstimmung (Quelle auf Englisch).

„Ich danke der Gewerkschaft und allen Beschäftigten dafür, dass sie mit Ernst verhandelt und den Gesprächsfaden bis zum Schluss nicht abreißen ließen.“

Die Einigung kam weniger als 48 Stunden, nachdem ein koreanisches Gericht einen Antrag von fünf Samsung-Beschäftigten auf einstweilige Verfügung gegen das von der Unternehmensgewerkschaft geführte Tarifverfahren aufgehoben hatte, berichtete der Korea Herald (Quelle auf Englisch).

Samsung-Beschäftigte in Korea verfolgen seit Dezember vergangenen Jahres Streikpläne, nachdem sie zunächst eine Lohnerhöhung von sieben Prozent beantragt hatten.

Fordern andere Gewerkschaften ähnliche Boni?

Samsungs koreanischer Halbleiterkonkurrent SK Hynix hat nach Medienberichten bereits im vergangenen Jahr zehn Prozent seines operativen Gewinns für Bonuszahlungen reserviert. In dieser neuen Struktur könnten die Chip-Beschäftigten Boni von bis zu 3.000 % ihres Grundgehalts erhalten.​

Auch Beschäftigte anderer koreanischer Unternehmen, darunter der Mobilfunkanbieter LG und der Internetkonzern Kakao, fordern inzwischen KI-bezogene Prämien und drohen laut lokalen Medienberichten mit Streiks, falls ihre Forderungen nicht erfüllt werden.

Gleichzeitig hat der taiwanische Halbleiterkonzern TSMC seinen Beschäftigten für dieses Jahr im Schnitt eine um 30 % höhere Gewinnbeteiligung zugesagt, wie Bloomberg (Quelle auf Englisch) berichtete.

Einige europäische und internationale Gewerkschaften, darunter die Communications Workers of America (CWA) und der britische Gewerkschaftsdachverband Trade Union Congress (TUC), verlangen, dass Beschäftigte einen „fairen Anteil“ an den Profiten aus dem KI-Boom erhalten.

Die Uni Global Union fordert, den wirtschaftlichen Wohlstand, den KI schafft, „breit und gerecht zu verteilen, zum Nutzen der gesamten Menschheit“ – durch entsprechende globale und nationale Regeln.

Euronews Next hat bei diesen Gewerkschaften nachgefragt, ob bereits Tarifinitiativen laufen, um ähnliche Zusagen für KI-Beschäftigte zu erreichen, erhielt jedoch zunächst keine Antwort.

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