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Dänemark verschärft Regeln für Oberstufenschüler gegen KI-Betrug

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Von Alice Carnevali
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Zu den neuen dänischen Maßnahmen gehören mündliche Verteidigungen von Hausarbeiten und digitale Aufsichtstools bei schriftlichen Prüfungen in der Schule.

In Dänemark kehren die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe in der nächsten Woche in die Klassenzimmer zurück – unter strengeren Regeln für den Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

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Am Donnerstag stellte Bildungsminister Magnus Heunicke ein Paket kurzfristiger Maßnahmen vor. Es soll Betrug mit KI eindämmen. Dazu gehören mündliche Verteidigungen schriftlicher Prüfungsaufgaben und Programme, die während Klassenarbeiten die Bildschirme der Schülerinnen und Schüler überwachen.

In einer Mitteilung erklärte Heunicke, die dänischen Gymnasien stünden vor wachsenden Problemen mit KI-gestütztem Schummeln. Deshalb brauche es rasches Handeln.

Die erste Maßnahme schreibt vor: Zu jeder zu Hause verfassten Klausur gehört künftig eine mündliche Prüfung. Diese Verteidigung gilt auch für die SSO, eine große schriftliche Prüfung, die jedes Jahr rund 9.000 Oberstufenschülerinnen und -schüler ablegen.

Außerdem müssen die Gymnasien künftig Überwachungssoftware einsetzen, die während schriftlicher Prüfungen die Bildschirme kontrolliert. Schulen sollen zudem eine Firewall nutzen, die während des Unterrichts und bei Prüfungen Online-Inhalte filtert.

Als dritte Maßnahme empfiehlt das Ministerium den Schulen, mehr Aufgaben in der Schule unter kontrollierten Bedingungen schreiben zu lassen. So lasse sich der Arbeitsprozess der Schülerinnen und Schüler besser verfolgen, Feedback geben und eine fundierte Bewertung ermöglichen, heißt es.

„Ich werde das Gespräch mit Schulen, Lehrkräften und Schülerinnen und Schülern suchen – über kurzfristige Schritte und über Lösungen, die etwas länger brauchen“, sagte Heunicke. „Wir müssen sicherstellen, dass KI weder Kompetenzen noch Fachwissen der Schülerinnen und Schüler untergräbt und vor allem nicht ihre Fähigkeit, selbst zu denken.“

Diese Maßnahmen kommen aus einem Land, das seit einiger Zeit versucht, den unvermeidlichen KI-Einsatz der jungen Generation mit ihrer Bildung zu verbinden.

Im vergangenen Jahr startete Dänemark etwa ein Pilotprojekt: Schülerinnen und Schüler durften bei mündlichen Englischprüfungen in der Oberstufe KI nutzen.

Parallel dazu arbeitet das Land an einer umfassenden nationalen Strategie, die den KI-Einsatz im gesamten Bildungsbereich regeln soll.

Auch andere europäische Staaten ringen mit dem Verhältnis von KI und Bildung. Norwegen verhängte zu Beginn des Sommers ein nahezu vollständiges Verbot generativer KI an Grundschulen und schränkte ihren Einsatz auch in der weiterführenden Bildung deutlich ein.

Die Debatte geht zudem weit über Parlamente und Ministerien hinaus.

Laut einer Eurobarometer-Studie sehen etwas mehr als die Hälfte der Befragten in Europa – rund 54 Prozent – in KI zugleich Chancen und Risiken für Lehren und Lernen und fordern, diese genauer zu prüfen und zu bewerten. Nur 22 Prozent sind der Meinung, dass KI im Klassenraum nichts zu suchen hat.

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