Nashville, die „Music City“, bekommt bald ein neues Dolly-Parton-Hotel, und in Europa startet kommendes Jahr eine Country-Kreuzfahrt.
Country-Musik trifft bei internationalen Reisenden weiterhin einen Nerv. Millionen Menschen besuchen legendäre Orte und reisen zu Konzerten oder Festivals rund um den Globus.
Von den Neonlichtern und Live-Shows des „Honky Tonk Highway“ am Lower Broadway in Nashville, Tennessee, bis zu aufstrebenden Country-Szenen in ganz Europa: Das uramerikanische Genre ist heute ein globaler Motor für den Tourismus.
Große Festivals wie das viertägige CMA Fest, das jedes Jahr im Juni in Nashville stattfindet, und C2C: Country to Country in Städten wie London, Glasgow und Berlin ziehen weiterhin internationale Fans an.
Zugleich hat der Crossover der Country-Musik in den Mainstream-Pop ihre Anziehungskraft weiter erhöht.
Diese Entwicklung verkörpert etwa Taylor Swift. Sie wurde im Bluebird Cafe in Nashville entdeckt und ist heute ein globales Phänomen – und mit ihrer Rekordtour „Eras“ selbst zu einem wichtigen Treiber des Tourismus geworden.
Der Erfolg von „Tay-Tay“ auf Tour war so groß, dass „Swiftonomics“ weltweit zum Trendbegriff wurde – nicht nur in den Unterhaltungsressorts, sondern auch in der Wirtschaft.
Die Eras-Tour hält den Guinness-Weltrekord als umsatzstärkste Konzerttournee aller Zeiten. Zwischen März 2023 und Dezember 2024 spielte Swift 149 Shows in 51 Stadien, 19 Ländern und auf fünf Kontinenten. Mit mehr als zehn Millionen verkauften Tickets setzte die Tour rund 2,07 Milliarden Dollar um.
Dolly Partons SongTeller Hotel: Neues Hotel in Music City
Dass Nashville den Spitznamen „Music City“ trägt, überrascht kaum. In der Hauptstadt Tennessees können Country-Fans Orte wie das legendäre Grand Ole Opry und das historische Ryman Auditorium entdecken, das oft als „Mother Church of Country Music“ bezeichnet wird.
Wer noch tiefer in die Geschichte des Genres eintauchen möchte, besucht die Country Music Hall of Fame and Museum oder das Legends of Country Music Museum.
Bei so vielen Dingen, die man in Nashville sehen und erleben kann, brauchen Besucher auch einen Ort zum Übernachten, an dem ihre Entdeckungstour durch die Music City weitergeht. In diesem Sommer kommt ein neues Haus dazu, das den richtigen Ton treffen dürfte.
Ab Mitte Juni 2026 öffnet Dolly Partons SongTeller Hotel in der Innenstadt von Nashville. Es versteht sich als Hommage an Leben und Vermächtnis eines der beliebtesten und einflussreichsten Stars der Country-Musik.
Jedes Zimmer steht unter einem eigenen Motto – von Acoustic Suiten mit ihren Gitarren bis zur Six Sisters Suite, die ihrer Familie gewidmet ist. Gäste erleben Live-Auftritte in Locations wie Parton’s Live und Jolene’s und genießen dazu Südstaaten-Küche.
Zum Hotel gehört auch das Museum „Dolly’s Life of Many Colors“. Es zeigt ikonische Bühnenkostüme und seltene Erinnerungsstücke aus ihrer Hit-Karriere.
„Der Broadway ist zu einem Zentrum des Tourismus geworden, da schien jetzt der richtige Moment, etwas Besonderes in all das wunderbare Treiben in Nashville einzubringen“, sagte sie im vergangenen Jahr bei der Ankündigung des neuen Hotels.
„Ich habe immer davon geträumt, hier in der Music City etwas Eigenes zu schaffen, und ich bin sicher, dass wir die perfekte Ergänzung für die Stadt gefunden haben, die ich mein Zuhause nenne.“
„Nashville Nights“-Kreuzfahrt startet 2027
Den Nashville-Spirit erleben Country-Fans aber längst nicht nur in der Music City selbst.
Im kommenden Jahr bringt Cruise.co.uk gemeinsam mit Ambassador Cruise Line eine ausschließlich Erwachsenen vorbehaltene „Nashville Nights“-Kreuzfahrt auf den Markt.
Die viertägige Kreuzfahrt ohne Fluganreise kostet ab 489 Pfund (565 Euro) pro Person. Am 25. März 2027 legt die Reise an Bord von Ambassadors Schiff Ambience, das 1.400 Gästen Platz bietet, im Hafen von Tilbury ab, läuft Zeebrügge (Brügge) und Amsterdam an und kehrt anschließend wieder in den britischen Ausgangshafen zurück.
An Bord können Gäste an Country-Musik-Quizrunden teilnehmen, Themen-Dinner besuchen, stille Discos und Fitness-Sessions ausprobieren. Außerdem stehen Line-Dance-Kurse und Open-Mic-Abende für angehende Singer-Songwriter auf dem Programm.
Tribute-Shows zu Johnny Cash, Shania Twain, Lainey Wilson und Luke Combs bilden die Höhepunkte des Entertainmentprogramms. Begleitet werden sie von Livebands wie The Charmed und Britt & The Backbeat. Der traditionelle formelle Abend wird durch eine „Denim & Diamonds“-Party ersetzt, die das Country-Motto zusätzlich unterstreicht.