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Nach Abzug aus Berlin: Ryanair schließt Basis in Thessaloniki

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Foto-Datei Copyright  AP Photo/Armando Franca
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Von Ioannis Karagiorgas mit ΑΠΕ-ΜΠΕ
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Die Billigfluggesellschaft kündigte an, ihren Betrieb in Athen einzuschränken, zwölf Strecken zu streichen und die Winterflüge von Chania und Heraklion einzustellen.

Ryanair hat angekündigt, den Betrieb in Thessaloniki während der Wintersaison 2026 einzustellen und drei Flugzeuge aus der Region abzuziehen. Gleichzeitig wird Ryanair auch den Flugbetrieb am Flughafen Athen einschränken.

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Konkret wurde angekündigt, dass "der katastrophale Verlust von Verbindungen während der touristischen Nebensaison eine direkte Folge der übermäßig wettbewerbsfeindlichen Gebühren ist, die von dem von Deutschland geführten Monopolunternehmen Fraport Greece und dem Flughafen Athen erhoben werden".

Nach Angaben des Unternehmens werden diese Änderungen zu einem Rückgang der Passagierkapazität um 700.000 Sitzplätze führen. Das würde einem Rückgang von etwa 45 Prozent im Vergleich zum Winter 2025 entsprechen, 12 Flugverbindungen würden demnach gestrichen.

Ryanair begründet seine Entscheidung mit den hohen Gebühren, die sowohl von Fraport Greece als auch vom Flughafen Athen erhoben werden. Das Unternehmen argumentiert, dass die griechischen Flughäfen in der Nebensaison nicht mehr wettbewerbsfähig seien.

Wie Ryanair berichtet, hat die griechische Regierung zwar die Flughafenentwicklungsabgabe ab November 2024 um 75 Prozent gesenkt – von 12 auf 3 Euro pro Passagier – kam diese Senkung nicht den Reisenden zugute, sondern wurde von den Flughafenbetreibern aufgefangen.

Ryanair erklärte, dass die griechische Regierung zwar die Flughafenausbaugebühren ab November 2024 um 75 % gesenkt hat - von 12 € auf 3 € pro Passagier -, diese Senkung jedoch nicht an die Reisenden weitergegeben wurde, sondern von den Flughafenbetreibern übernommen wurde.

Das Unternehmen weist zudem darauf hin, dass die Gebühren von Fraport Greece im Vergleich zum Niveau vor der Pandemie um über 66 Prozent gestiegen sind, während auch der Flughafen Athen weitere Erhöhungen für den Winter plant.

Infolgedessen hat Ryanair beschlossen, einen Teil seines Geschäfts in Länder zu verlagern, die das Unternehmen für wettbewerbsfähiger hält, wie Albanien, Italien und Schweden.

Neuer Winterflugplan der Fluggesellschaft für 2026

  • Abzug von drei Flugzeugen aus Thessaloniki
  • Verringerung der Gesamtkapazität um 700.000 Sitzplätze
  • Streichung von 12 Flugverbindungen (Thessaloniki nach Berlin, Chania, Frankfurt-Hahn, Göteborg, Heraklion, Niderraine, Poznan, Stockholm, Venedig-Treviso, Zagreb und Athen nach Mailand-Bergamo sowie Chania nach Paphos)
  • Einstellung des Flugbetriebs an den Flughäfen Chania und Heraklion während der Wintersaison

Gleichzeitig legte Ryanair der griechischen Regierung einen Entwicklungsplan vor, mit dem das Passagieraufkommen in den nächsten fünf Jahren auf 12 Millionen Fluggäste pro Jahr gesteigert werden soll. Der Plan sieht die Anschaffung von zehn neuen Flugzeugen vor sowie eine Investition von mehr als 1 Milliarde Dollar und die Einrichtung von 50 neuen Flugstrecken.

Das Unternehmen stellt jedoch klar, dass die Umsetzung dieses Plans von einem "Einfrieren" der Flughafengebühren und der Weitergabe der ADF-Senkung an die Passagiere abhängt.

Jason McGuinness
Jason McGuinness Ryanair

Der Chief Commercial Officer von Ryanair, Jason McGuinness, erklärte: "Diese vermeidbaren Rückgänge im Flugverkehr sind eine direkte Folge des Versagens der Flughäfen, die Senkung der ADF weiterzugeben, insbesondere in Thessaloniki, wo das Monopol von Fraport Greece die Gebühren seit 2019 um +66 % erhöht hat". Er bezeichnete die Auswirkungen der Kürzungen als "katastrophal".

Nach Unternehmensangaben soll Ryanair im vergangenen Winter 90 Prozent der internationalen Low-Cost-Kapazität von Thessaloniki bereitgestellt haben. McGuinness prognostiziert, dass es "für die Bürger und Besucher von Thessaloniki keine günstigen Flugpreise mehr geben" und erklärte, dass auch der Tourismus im Gesamtjahr darunter leiden würde.

Zu der Frage, wie das Problem gelöst werden kann, stellte Jason McGuinness die Bedingung, dass das in deutschem Besitz befindliche Monopolunternehmen Fraport Greece die Steuersenkung der griechischen Regierung ab November 2024 in vollem Umfang weitergeben müsste. Mit dieser Investition könne man hingegen die chronische Saisonabhängigkeit Griechenlands verringern.

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