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Luxushotels setzen auf Private Members Clubs: welche Häuser sich lohnen

Der Pool im Six Senses London
Six Senses London: Blick auf den Pool Copyright  Six Senses
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Von Dianne Apen-Sadler
Zuerst veröffentlicht am
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Exklusive Mitgliederclubs bieten längst nicht mehr nur Pool und Fitnessstudio. Mit Events und Networking machen sie ihre Häuser zu lebendigen Treffpunkten.

Früher galten private Members’ Clubs als muffige Männerdomänen voller Zigarrenqualm. In den vergangenen Jahrzehnten haben sie sich jedoch chic neu erfunden.

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Seit der COVID-Pandemie nutzen Kreative sowie Unternehmerinnen und Unternehmer diese Dritten Orte als Büro. Abends lockt ein Programm mit Veranstaltungen und Diskussionen, das Gleichgesinnte zusammenbringen soll.

Mit mehr als vierzig Clubs in Städten rund um den Globus prägt Soho House die Szene seit Langem. Dennoch drängen nun neue Herausforderer auf den Markt: Luxushotels.

Viele Marken verfügen ohnehin über Angebote wie Fitnessstudio und Pool. Der Schritt hin zum privaten Mitgliederclub liegt daher nahe.

Doch eine Gemeinschaft zu formen, die tagsüber wie abends harmoniert und zugleich zur Persönlichkeit des Hotels passt, ist alles andere als einfach.

Hotels als urbane Treffpunkte

Noch vor wenigen Jahren waren Hotels fast ausschließlich ihren Übernachtungsgästen vorbehalten. Inzwischen ersetzen einst eintönige All-day-Dining-Restaurants immer öfter Michelin-Sterneküchen, und Lobby-Lounges dienen als Alternative zum Café um die Ecke. So werden viele Häuser zu Treffpunkten für Einheimische, nicht nur für Reisende.

„Ich glaube, Lifestyle-Hotels werden zunehmend zu Zielen für Menschen, die in der jeweiligen Stadt leben – sei es wegen der Restaurants und Cafés im Haus oder wegen der Events vor Ort“, sagt Margo Ford, European Membership Manager bei The Cover (Quelle auf Englisch), einem privaten Members’ Club innerhalb der Sircle Collection (Quelle auf Englisch), gegenüber Euronews Travel.

„Die Marke Sir Hotels innerhalb der Sircle Collection achtet schon seit Jahren darauf, Standorte zu wählen, die nicht so touristisch sind. Sie sollen die Seele der Stadt widerspiegeln – dort, wo Einheimische tatsächlich gern hingehen.“

The Cover eröffnete 2021 im Hotel Sir Victor in Barcelona. Der zweite Club folgte im November 2025 im Max Brown 7th District in Wien. Bald kommen Ableger in London und Amsterdam hinzu.

Die Ausstattung der Clubs unterscheidet sich: In Wien gibt es ein privates Kino, in Barcelona einen großzügigen Spa-Bereich. Spannende Veranstaltungen gehören jedoch in allen Häusern dazu.

„Der ursprüngliche Antrieb für unseren Members’ Club The Cover war es, einen Ort zu schaffen, an dem Menschen sich wieder persönlich begegnen können und nach der langen Isolation durch COVID etwas menschliche Nähe spüren“, ergänzt Ford.

„Wir wünschen uns Menschen, die wirklich Kontakte knüpfen wollen, sich beruflich vernetzen und privat gemeinsam Zeit verbringen möchten.“

Diesen Fokus auf Events teilt auch das Team hinter Six Senses Place (Quelle auf Englisch) im neu eröffneten Six Senses London (Quelle auf Englisch) in Bayswater.

Die Marke, die der britische Hotelier Sonu Shivdasani 1995 gründete, ist vor allem für ihre Retreats in Asien bekannt, die ganz im Zeichen von Wellness stehen. Das neue Haus im ehemaligen Kaufhaus Whiteley’s ist das erste Stadthotel der Gruppe.

Das Programm orientiert sich am Jahreslauf. Es umfasst zahlreiche Veranstaltungen rund um Heilung, persönliche Weiterentwicklung und Nachhaltigkeit.

In der Alchemy Bar von Six Senses können Sie mit saisonalen Heilkräutern Tinkturen und Tonics mischen
In der Alchemy Bar von Six Senses können Sie mit saisonalen Heilkräutern Tinkturen und Tonics mischen Six Senses

So bietet Place wöchentliche Sanctum-Kurse an – eine Mischung aus Atemarbeit, Meditation und Cardio-Training. Zu den einmaligen Events für Mitglieder zählte etwa bereits eine Nachtigallen-Safari in Knepp, dem Renaturierungsprojekt in West Sussex.

„Six Senses erschließt ohnehin viele Aspekte von Wellness, Nachhaltigkeit und naturbasierten Verbindungen, denn die meisten Häuser liegen heute in abgelegenen, wilden Regionen weltweit“, sagt Nico Eden, Director von Six Senses Place.

„Wir stehen für Werte wie Verbundenheit, nährende Küche und Bewegung. Wenn Six Senses nun stärker in urbane Märkte geht, bietet Place die Chance, genau das weiter auszubauen.“

In London gibt es bereits mehr als 130 Mitgliederclubs. Six Senses Place stößt also in einen dicht besetzten Markt vor. Eden ist dennoch überzeugt, dass die Mischung aus sozialem Leben und Wellness eine Lücke schließt.

„Am spannendsten finde ich diese Verbindung aus datenbasierter Wissenschaft und dem eher Esoterischen“, sagt Eden. „Wir vermischen die beiden Welten nicht, aber wir nehmen ernst, dass sie oft nebeneinander existieren.“

Der Spa-Bereich des Hotels erstreckt sich über 2.300 Quadratmeter. Er umfasst ein 20 Meter langes Hallenbad, Londons ersten reinen Magnesium-Pool, ein 325 Quadratmeter großes Fitnessstudio sowie dreizehn Wellnessbereiche und sechs Behandlungsräume für Kryotherapie, Floating und Rotlichtanwendungen.

Hinzu kommt die Biohack Recovery Lounge mit Klangliegen, Kompressionsstiefeln und einem Lymphanzug. Außerdem gibt es einen Ableger der HUM2N Longevity-Klinik, die detaillierte Blutdiagnostik, intravenöse Nährstofftherapien und Hormonoptimierung anbietet.

In der Alchemy Bar – einem Markenzeichen der Six-Senses-Resorts – können Sie gemeinsam mit der oder dem Chef-Alchemisten Tinkturen und Tonics aus saisonalen Heilpflanzen herstellen, abgestimmt auf Ihre Bedürfnisse. Sogar eine hauseigene Crystal Readerin oder ein Crystal Reader gehört zum Team.

Private Members’ Clubs in Europas Hotels

Mitglieder von Six Senses Place haben Zugang zur Dome Bar – ideal zum Coworking
Mitglieder von Six Senses Place haben Zugang zur Dome Bar – ideal zum Coworking Six Senses

Six Senses Place, London

Zu den Besonderheiten des Six Senses London zählt, dass viele Elemente des legendären Warenhauses Whiteley’s originalgetreu restauriert wurden – von der denkmalgeschützten Fassade bis zur großen Treppe in der Lobby. Über eben diese Stufen gelangt man hinauf zu Six Senses Place im ersten Stock.

Mitglieder nutzen hier drei Bereiche: die Dome Bar, das Place Restaurant und die Scala Bar. Die Dome Bar – benannt nach ihrer Kuppel mit Oberlicht – eignet sich perfekt zum Arbeiten. Es gibt lange Tische mit vielen Steckdosen und gemütliche Ecken für Besprechungen. In der Scala Bar finden viele Abendveranstaltungen statt.

Verschiedene Mitgliedsmodelle gewähren unterschiedlich umfassenden Zugang zu den Wellnessbereichen. Neben allen genannten Einrichtungen gehört das Fitnessstudio zu den besten, die ich je in einem Hotel gesehen habe. Es verfügt zudem über Studios für Yoga und Reformer-Pilates.

Mit einer Mitgliedschaft bei The Cover Barcelona können Sie diesen traumhaften Pool auf der Dachterrasse nutzen
Mit einer Mitgliedschaft bei The Cover Barcelona können Sie diesen traumhaften Pool auf der Dachterrasse nutzen The Cover

The Cover, Barcelona und Wien

Wie bereits erwähnt, unterscheiden sich die Räume bei The Cover in Barcelona und Wien. Ähnlich wird es bei den bald eröffnenden Clubs in London und Amsterdam sein.

In Barcelona haben Mitglieder Zugang zu The Club, einer Bar mit Restaurant und Lounge ausschließlich für Mitglieder. Hinzu kommt ein abgetrennter Bereich auf The Rooftop mit Blick auf Gaudís Casa Milà sowie The Den, wo viele Club-Events stattfinden.

In Wien gehören The Club, der gemütliche Treffpunkt Le Separé, die Bar und das Restaurant The Terrace sowie The Theatre dazu.

In beiden Clubs gibt es buchbare, private Telefonkabinen, falls Sie einen Call annehmen müssen, sowie einen Coworking-Bereich namens The Study.

In Barcelona stehen Spa und Fitnessstudio zur Verfügung, in Wien nur Letzteres. Beide Häuser bieten Kurse in Fitness, Yoga und Meditation an.

Interessierte können eine Jahresmitgliedschaft beantragen. Für digitale Nomadinnen und Nomaden gibt es zudem ein Modell mit Zugang für drei aufeinanderfolgende Monate. Mitglieder profitieren außerdem von der Nutzung weiterer Clubs, Einladungen zu Events und kuratierten Reisen sowie Vergünstigungen bei Hotelaufenthalten und in den Restaurants.

Das Woodward verfügt über das längste Hallenbad Genfs
Das Woodward verfügt über das längste Hallenbad Genfs Auberge Collection

Club Woodward, Genf

Die Auberge Collection ist im März mit der Eröffnung des Club Woodward in Genf erstmals in das Geschäft mit privaten Mitgliederclubs eingestiegen.

Der Club befindet sich im The Woodward, einer Belle-Époque-Villa, die 2021 als Hotel eröffnete. Dort werden drei Mitgliedsstufen angeboten.

Die Salon Membership richtet sich an Genussmenschen. Sie umfasst Einladungen zu privaten Dinners, Verkostungen und weiteren Events im Jahresverlauf sowie bevorzugten Zugang zu Le Jardinier, der Bar 37 und zu L’Atelier Robuchon, Genfs einzigem Restaurant mit zwei Michelin-Sternen.

Die Essence Membership ermöglicht Zugang zum Guerlain Spa mit dem längsten Hallenbad der Stadt, Saunen, Dampfbädern, Schnee- und Eisduschen sowie schwedischen Bädern. Außerdem können Mitglieder das Fitnessstudio und die dort angebotenen Kurse nutzen.

Die Premier Membership umfasst alle genannten Leistungen.

Die Auberge Collection wird noch in diesem Jahr das Cambridge House im Londoner Stadtteil Mayfair eröffnen. Auch dieses Hotel wird einen privaten Mitgliederclub beherbergen.

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