Neue Umfrage zeigt, welche Nationen als besonders höflich gelten, am meisten Trinkgeld geben, am meisten ausgeben, am abenteuerlustigsten sind und am leidenschaftlichsten essen.
Gute Manieren bringen Reisende weit. Das zeigt eine neue Umfrage: Manche Touristinnen und Touristen haben Höflichkeit zu einer kleinen Kunstform gemacht.
Japanische Reisende gelten demnach als die höflichsten Touristinnen und Touristen der Welt. Auf den nächsten Plätzen folgen Norwegen und die Schweiz. Andere Nationalitäten landen an der Spitze, wenn es ums Trinkgeld, um Abenteuerlust, hohe Reiseausgaben oder die Liebe zur lokalen Küche geht.
Die neue Umfrage von safaribookings.com (Quelle auf Englisch), einem Online-Marktplatz für Safaris in Afrika, befragte 192 Reiseveranstalter zu fünf Punkten: Welche Nationalität ist am höflichsten? Wer gibt das meiste Trinkgeld? Wer gibt auf Reisen am meisten Geld aus? Welche Nationalität ist am aktivsten und abenteuerlustigsten? Und welche ist die größte „Foodie“-Nation?
Die Ergebnisse sind aufschlussreich – hier die wichtigsten Befunde.
Die höflichsten Touristinnen und Touristen
Japan führt die Rangliste der höflichsten Touristinnen und Touristen weltweit an. Es kommt auf 21,1 Prozent der Nennungen durch die Reiseveranstalter.
Reisende aus Norwegen und der Schweiz folgen mit jeweils zehn Komma sechs und 10,4 Prozent. Danach werden kanadische und US-amerikanische Touristinnen und Touristen am häufigsten genannt.
Am Ende der Liste stehen italienische Reisende. Nur eins Komma drei Prozent der Befragten halten sie für die höflichste Nation der Welt.
Trotzdem erhalten europäische Reisende insgesamt viel Lob. Ein Veranstalter von Imara Tours Zanzibar sagt: „Viele unserer europäischen Gäste interessieren sich sehr für das Verhalten von Wildtieren und stellen oft detaillierte Fragen zu Tieren und Naturschutz. Ihre Neugier macht Safaris sehr lebendig.“
Die großzügigsten Trinkgeldgeber und größten Geldausgeber
Die USA sind für ihre ausgeprägte Trinkgeldkultur bekannt. Entsprechend überrascht es kaum, dass US-Amerikanerinnen und -Amerikaner als die großzügigsten Trinkgeldgeberinnen und -geber gelten. Sie kommen auf 29,5 Prozent aller Nennungen – deutlich mehr als jede andere Nationalität.
Reisende aus Deutschland, Kanada und der Schweiz gelten ebenfalls als spendabel. Sie erreichen 13,1, zehn und acht Komma sechs Prozent.
Auch bei den höchsten Reiseausgaben liegen US-Reisende vorn. Sie erzielen 24 Prozent und führen damit erneut die Liste an. Auf sie folgen Reisende aus Deutschland und Kanada mit jeweils zwölf Komma acht Prozent.
Die abenteuerlustigsten Touristinnen und Touristen und die größten Feinschmecker
Beim Thema Abenteuerlust belegen drei europäische Nationen die ersten Plätze.
Deutsche Reisende gelten als am abenteuerfreudigsten und kommen auf 21,1 Prozent. Dahinter folgen die Franzosen mit 17,8 Prozent. Die Niederländer erreichen elf Prozent.
Am anderen Ende der Skala stehen Britinnen und Briten sowie Inderinnen und Inder mit jeweils vier Komma fünf Prozent. Spanierinnen und Spanier kommen auf vier Komma drei Prozent. Diese Nationen lehnen sich im Urlaub offenbar etwas häufiger zurück.
Unter den „Top fünf“ der Touristinnen und Touristen, die vor allem wegen des Essens reisen, dominieren asiatische Länder. Indien, Japan und China belegen den ersten, zweiten und vierten Platz.
Frankreich liegt mit 12,4 Prozent auf Rang drei. Die Niederlande landen mit sieben Komma sieben Prozent auf Platz fünf – nur null Komma eins Prozentpunkte vor Italien auf Rang sechs.