Loader
Finden Sie uns
Werbung

Privatisierung von TAP: Portugal startet Gespräche mit Air France-KLM und Lufthansa

Flugzeuge der TAP am Flughafen Humberto Delgado in Lissabon.
TAP-Flugzeuge am Flughafen Humberto Delgado in Lissabon Copyright  Armando Franca/AP
Copyright Armando Franca/AP
Von Bárbara Cruz
Zuerst veröffentlicht am
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen
Teilen Close Button

Der geplante Deal, der bald abgeschlossen sein könnte, sieht den Verkauf von bis zu 49,9 Prozent an TAP vor, davon fünf Prozent für die Belegschaft.

Der Minister im Präsidialamt, António Leitão Amaro, kündigt an diesem Freitag an, dass die portugiesische Regierung Verhandlungen mit den zwei Bieterkonsortien für den Kauf der Fluggesellschaft TAP aufnehmen wird. Es handelt sich um Air France-KLM und Lufthansa, die Ende Juli verbindliche Angebote vorgelegt haben.

WERBUNG
WERBUNG

Nach Angaben der Nachrichtenagentur Lusa erklärt Leitão Amaro, die beiden Angebote seien zwar unterschiedlich, ihre „Gesamtbewertung liege jedoch sehr nah beieinander“. Genau deshalb lohne sich ein „Verhandlungsaufwand“, um von beiden Bewerbern verbesserte Vorschläge zu erhalten. Danach will die Regierung mit „nur noch einem Interessenten in die allerletzte Verhandlungsrunde gehen“.

Zur Erinnerung: Parpública, die staatliche Beteiligungsgesellschaft Portugals, hat der Regierung am 1. September ihren Bericht zu den beiden verbindlichen Angeboten für die Privatisierung von TAP vorgelegt.

Zwei verbindliche Angebote

Air France-KLM und Lufthansa haben am 29. Juli, dem letzten Tag der Frist, verbindliche Angebote eingereicht für den Erwerb von 44,5 % der portugiesischen Fluggesellschaft TAP. Parpública standen 30 Tage zur Verfügung, um die Unterlagen zu prüfen und der portugiesischen Regierung einen Bericht vorzulegen. Nach dieser Bewertung konnte die Regierung einen oder beide Bewerber zu weiteren Verhandlungen und zu einer neuen Schlussofferte einladen.

Der Prozess des teilweisen Verkaufs der Nationalfluglinie, den die Regierung von Luís Montenegro im Jahr 2025 neu angestoßen hatte, schrumpfte nach dem Ausstieg des International Airlines Group (IAG), dem Eigentümer von Iberia, auf zwei Bewerber zusammen. Im Rennen blieben die Konzerne Air France-KLM und Lufthansa.

Ein vor einem Jahr von der Regierung verabschiedetes Dekret-Gesetz sieht den Verkauf von bis zu 49,9 % der TAP an private Investoren vor. Davon sind fünf Prozent für die Beschäftigten reserviert. Der Staat bleibt Mehrheitsaktionär.

Infrastrukturminister Miguel Pinto Luz hat bereits erklärt, der ausgewählte Investor könne die Mitführung des Unternehmens noch im Jahr 2026 zusammen mit dem heutigen Vorstand übernehmen. Die tatsächliche Kapitalbeteiligung solle jedoch erst im Sommer 2027 erfolgen.

Zu den Barrierefreiheitskürzeln springen
Teilen Kommentare Euronews bei Google hinzufügen

Zum selben Thema

Portugal: Air France-KLM und Lufthansa legen verbindliche Angebote für TAP vor

Privatisierung von TAP: Portugal startet Gespräche mit Air France-KLM und Lufthansa

Studie: KI lässt Beschäftigte kompetenter wirken, als sie sind