Die bahnübergreifende Ticketanerkennung nach Zugausfällen gilt ab sofort auch auf mehreren neuen Strecken und erleichtert Reisenden die Weiterfahrt.
Wenn der eigene Zug gestrichen wird, ist das schon ärgerlich. In Großbritannien erst recht.
Im derzeitigen System müssen Fahrgäste oft lange warten. Viele Fahrkarten gelten nicht für vergleichbare Verbindungen anderer Anbieter.
Das soll sich ab diesem Sonntag, 20. September, ändern. Dann können Reisende ihr Ticket auch in Zügen anderer beteiligter Unternehmen nutzen.
Das ursprüngliche Ticket gilt für Züge, die bis zu zwei Stunden vor oder nach der ausgefallenen Verbindung abfahren und eine direkte oder zumutbare Alternativroute nutzen.
Reisende müssen kein neues Ticket herunterladen, sondern zeigen einfach die vorhandene Fahrkarte im Zug vor. Sie wird anerkannt.
„Wenn Fahrgäste verspätet sind, wollen sie nur an ihr Ziel kommen und sich nicht fragen, ob ihr Ticket in einem anderen Zug akzeptiert wird“, sagte Alex Robertson, Geschäftsführer der unabhängigen Fahrgastorganisation Transport Focus.
„Das ist eine willkommene Veränderung, für die wir lange plädiert haben und die Menschen das Leben erleichtern soll, wenn Verbindungen ausfallen.
„Entscheidend ist jetzt, dass Fahrgäste bei Störungen klare Informationen über ihre Möglichkeiten erhalten.“
Die gegenseitige Anerkennung von Tickets galt bereits bei allen staatlichen Bahnen. Ab Sonntag wird sie auf Avanti West Coast, Chiltern Railways, CrossCountry und Great Western Railway ausgeweitet. East Midlands Railway soll zu einem späteren Zeitpunkt dazukommen.