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WHO: Ebola-Risiko in DR Kongo jetzt sehr hoch

Nach einem Brand im Ebola-Behandlungszentrum in Rwampara im Kongo bereitet das medizinische Personal am Donnerstag, 21. Mai 2026, die Desinfektion vor.
In Rwampara im Kongo bereitet medizinisches Personal am Donnerstag, 21. Mai 2026, die Desinfektion eines nach einem Brand beschädigten Ebola-Zentrums vor. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved
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Von Nathan Rennolds
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte am Freitag, das weltweite Risiko durch die Krankheit sei nach wie vor gering.

Die Weltgesundheitsorganisation hat das öffentliche Gesundheitsrisiko durch den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo von „hoch“ auf „sehr hoch“ heraufgestuft.

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In einer Aktualisierung am Freitag erklärte der Generaldirektor der WHO, Tedros Adhanom Ghebreyesus, bisher seien in dem Land 82 Fälle bestätigt worden, darunter sieben Todesfälle.

„Wir wissen aber, dass der Ausbruch in der DR Kongo deutlich größer ist“, sagte Ghebreyesus. Es gebe derzeit rund 750 Verdachtsfälle und 177 mutmaßliche Todesfälle.

Das weltweite Risiko durch die Krankheit schätzt die WHO weiterhin als gering ein.

Der Ausbruch geht auf das seltene Bundibugyo-Virus zurück, für das es keinen nachgewiesenen Impfstoff gibt. Das Virus hat auch das Nachbarland Uganda erreicht, wo bisher zwei Fälle und ein Todesfall bestätigt wurden.

Ein US-Bürger, der in der DR Kongo gearbeitet hatte, hat sich ebenfalls nachweislich infiziert. Er wurde Anfang der Woche zur Behandlung in die Berliner Charité verlegt.

Die Klinik teilte am Freitag mit, der Mann sei „schwer geschwächt“, aber nicht lebensbedrohlich erkrankt.

„Da sich der Krankheitsverlauf verändern kann, bleibt der Patient unter enger Beobachtung und erhält eine Behandlung. Er wird im Hochsicherheitsbereich der spezialisierten Isolierstation versorgt“, hieß es weiter.

Tedros sagte, die WHO habe außerdem Kenntnis von Berichten, wonach eine weitere Person aus den USA mit hohem Infektionsrisiko in die Tschechische Republik gebracht worden sei.

In den Niederlanden meldete das Radboud-Universitätsklinikum am Freitag, es habe eine Patientin oder einen Patienten mit „geringem“ Ebola-Verdacht aufgenommen und vorsorglich isoliert, bis die Ergebnisse der Tests vorliegen.

Ebola ist eine schwere, oft tödliche Erkrankung, die erstmals 1976 beschrieben wurde. Nach Angaben der US-Gesundheitsbehörde CDC enden bis zu neunzig Prozent der Fälle tödlich. Zu den Symptomen gehören Fieber, Schwäche, Durchfall und Erbrechen.

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