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50.000 Vermisste nach Erdbeben – internationale Helfer kämpfen gegen die Zeit

Catia aa Mar: Anwohner und Rettungskräfte suchen noch nach Überlebenden, zwei Tage nach den Doppelbeben in Venezuela
In Catia aa Mar in Venezuela suchen Anwohner und Rettungskräfte am Freitag, 26. Juni 2026, nach Überlebenden, zwei Tage nach zwei schweren Erdbeben. Copyright  Copyright 2026 The Associated Press. All rights reserved.
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Von Nathan Rennolds
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Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela läuft die Suche nach Überlebenden unvermindert weiter. Mehr als 520 Einsatzkräfte aus acht EU-Staaten unterstützen inzwischen die Rettungsarbeiten. Noch immer gelten rund 50.000 Menschen als vermisst.

Nach den beiden schweren Erdbeben in Venezuela kämpfen Rettungskräfte weiter gegen die Zeit. Seit Mittwoch suchen Tausende Einsatzkräfte in den Trümmern nach Überlebenden. Nach offiziellen Angaben kamen mindestens 920 Menschen ums Leben, weitere 3.360 wurden verletzt. Rund 50.000 Menschen gelten weiterhin als vermisst.

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Die Erdstöße der Stärke 7,2 und 7,5 hatten weite Teile des Landes erschüttert. Mindestens 383 Gebäude, 13 Krankenhäuser, 25 Einkaufszentren sowie mehr als 1.000 weitere Bauwerke wurden beschädigt oder zerstört.

Inzwischen ist internationale Hilfe angelaufen. Nach Angaben der Generaldirektion Europäischer Katastrophenschutz und Humanitäre Hilfe der EU-Kommission unterstützen mehr als 520 Einsatzkräfte aus Tschechien, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal und Spanien die Such- und Rettungsarbeiten.

Ein Überblick über die bisherigen Hilfseinsätze aus Europa und den USA.

Spanien

Spanien hat 59 Soldaten seiner Militäreinheit für Notfalleinsätze, zwei Pionieroffiziere und acht Hundestaffeln zur Unterstützung der Rettungsarbeiten entsandt.

Das Team gehört zum zweiten Bataillon für Noteinsätze. Es arbeitet mit speziell ausgebildeten Suchhunden, Kameras und Geophonen.

Außerdem sind 40 Einsatzkräfte und vier Hunde der Madrider Einheit für Notfälle und Schnellreaktion in Venezuela eingetroffen. Sie werden weiter in die Hauptstadt Caracas verlegt.

Niederlande

Spezialisten des niederländischen Urban-Search-and-Rescue-Teams sind mit ihren Suchhunden vom Luftwaffenstützpunkt Eindhoven nach Venezuela aufgebrochen.

Das Team besteht aus 64 Fachleuten und acht Spürhunden.

Schweiz

Die Schweiz hat 80 Spezialisten, acht Suchhunde und 18 Tonnen Material nach Venezuela geschickt.

„Nach ihrer Ankunft werden die Teams mit den lokalen Behörden zusammenarbeiten, um Verschüttete zu orten, Trümmer zu räumen und Erdbebenopfer zu retten“, teilte das Schweizer Außenministerium mit.

Italien

Italien setzt seine Luftwaffe ein und entsendet Personal der Kriseneinheit des Außenministeriums, des Verteidigungsministeriums, der Feuerwehr und des Zivilschutzes.

Das Verteidigungsministerium teilte am Samstagmorgen mit, dass das erste Militärflugzeug mit Such- und Rettungsteams in Venezuela gelandet sei. Eine zweite Maschine stehe bereit, um weiteres Personal und zusätzliche Spezialisten zu bringen.

Frankreich

Frankreich entsendet laut der Generaldirektion für Zivilschutz und Krisenmanagement Abordnungen der 4. und 7. Ausbildungs- und Interventionsregimenter des Zivilschutzes.

Dazu gehören Spezialisten für Rettung und Trümmerberäumung sowie medizinische Teams und Hundestaffeln.

Vereinigte Staaten

Nach Angaben des US-Außenministeriums haben die Bundesstaaten Kalifornien und Virginia Such- und Rettungsteams nach Venezuela entsandt.

Sie werden von Angehörigen der US-Streitkräfte unterstützt und umfassen unter anderem Ärztinnen und Ärzte, Ingenieure, Feuerwehrleute sowie Suchhunde.

Das Südkommando der US-Streitkräfte hat zudem Transportflugzeuge, Chinook-Hubschrauber und das Kriegsschiff USS Billings zur Unterstützung von Caracas entsandt.

US-Präsident Donald Trump erklärte zu Wochenbeginn auf seiner Plattform Truth Social, die Vereinigten Staaten seien „bereit, willens und in der Lage, Venezuela zu helfen“.

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