Feuerwehr, Polizei und Spurensicherung riegelten den Unglücksort ab. Vor dem beschädigten Gebäude versammelten sich trauernde Angehörige.
Ministerpräsident Sifi Ghrieb besuchte die Überlebenden im Krankenhaus und sprach den Familien im Namen der Regierung sein Beileid aus. Er erklärte, das medizinische Personal sei angewiesen worden, den Verletzten die bestmögliche Behandlung zukommen zu lassen. Die Behörden haben die Ursache des Feuers bislang nicht bekanntgegeben.
Die Tragödie ereignete sich inmitten einer anhaltenden extremen Hitzewelle in Algerien. Sie hat das Risiko von Bränden im ganzen Land deutlich erhöht. Der Zivilschutz meldete in der vergangenen Woche fast 1.000 Brände und setzte die Rettungsdienste damit massiv unter Druck. Aufnahmen aus dem Waisenhaus zeigten rußgeschwärzte Fenster, beschädigte Wände und Feuerwehrleute, die nach dem Löschen des Feuers letzte Kontrollen vornahmen.
Die Behörden haben Ermittlungen eingeleitet, um zu klären, wie das Feuer ausbrach und ob zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen nötig sind, um besonders gefährdete Einrichtungen in Hitzeperioden besser zu schützen.