Eine heftige Sturmflut hat am Donnerstag, 16. Juli 2026, die chilenische Küstenstadt Penco überflutet. Straßen und Häuser standen unter Wasser, Rettungskräfte brachten Anwohner in Sicherheit und die Behörden warnten davor, sich der Küstenlinie zu nähern.
Aufnahmen zeigen überflutete Straßen im Zentrum der Stadt, einen Polizisten, der einer Frau aus ihrem vollgelaufenen Haus hilft, Anwohner, die Wasser mit Eimern aus ihren Wohnungen schöpfen, sowie beschädigte Boote, die entlang der Küste verstreut liegen, während hohe Wellen weiter auf die Ufer prallen.
Die Sturmflut traf die Zentralküste Chiles und forderte nach Angaben der Behörden mindestens drei Todesopfer. In der Region Biobío drang Meerwasser in Häuser in den Vierteln Malaquías Concha und Barrio Chino ein, Bewohner mussten ihre Wohnungen verlassen. An der Wetterstation Carriel Sur wurden Böen von bis zu 118 km/h gemessen. In der nahe gelegenen Stadt Concepción fielen rund 90 Millimeter Regen, Teile der Fassade eines Einkaufszentrums wurden durch den starken Wind abgerissen.
Bürgermeister Rodrigo Vera berichtete, die Menschen hätten das Schlimmste befürchtet, als der Pazifik weit über seine üblichen Grenzen hinaus vorgedrungen sei. Als das Wasser langsam zurückging, begannen Familien, ihre Häuser von Wasser und Trümmern zu befreien. Einsatzkräfte nahmen eine erste Schadensbilanz vor. Die Polizei patrouillierte weiter in den ungeschützt liegenden Küstenbereichen, da die See nach wie vor gefährlich war.
Meteorologen kündigten an, dass der Regen vorübergehend nachlassen dürfte. Ab Samstag werden jedoch erneut starke Winde und heftige Niederschläge erwartet. Die Behörden behalten die Lage entlang der Zentralküste Chiles genau im Blick.