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Hitzewellen in Westeuropa brechen neuen Temperaturrekord

Ein Löschhubschrauber lässt nach einem Waldbrand Wasser über Kruja nördlich von Tirana in Albanien ab, Sonntag, den neunten August 2026. (AP Photo/Hameraldi Agolli)
Ein Löschhubschrauber wirft Wasser über einem Waldbrand bei Kruja nördlich von Tirana in Albanien, Sonntag, den neunten August 2026. (AP Photo/Hameraldi Agolli) Copyright  AP Photo
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Von Jeremiah Fisayo-Bambi mit AP
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Im vergangenen Monat verzeichnete Copernicus die höchsten jemals für einen Juli gemessenen durchschnittlichen Meeresoberflächentemperaturen außerhalb der Polarregionen.

Der europäische Klimadienst Copernicus meldet, dass die Hitzeperioden in Westeuropa in diesem Sommer den bisherigen Temperaturrekord für die Monate Juni und Juli aus dem Jahr 2022 übertroffen haben. Seit Beginn der intensiven Hitze im Mai kam es zu zahlreichen Waldbränden und anhaltender Dürre.

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In vielen Ländern der Region wurden neue nationale Temperaturrekorde gemessen, zudem gab es Tausende mutmaßlich hitzebedingte Todesfälle. Weltweit ist dieses Jahr bislang das drittwärmste nach 2024 und 2025, wie Klimadaten zeigen. 2026 könnte allerdings noch aufholen.

Wissenschaftlern zufolge steigt die Wahrscheinlichkeit, dass 2026 bis zum Jahresende 2024 als bislang wärmstes Jahr übertrifft oder diesem zumindest nahekommt. Ursache dafür ist eine Kombination aus der sich beschleunigenden, menschengemachten Erderwärmung und einem besonders starken El Niño. Dabei handelt es sich um eine periodische Erwärmung von Teilen des Pazifiks, die die Temperaturen weltweit beeinflusst.

Im vergangenen Monat registrierte Copernicus die höchste jemals für einen Juli gemessene durchschnittliche Meeresoberflächentemperatur in den Ozeangebieten außerhalb der Polarregionen, also in Meeresgebieten ohne saisonales Meereis. Diese Werte hängen teilweise mit den sich entwickelnden El-Niño-Bedingungen im äquatorialen Pazifik zusammen. Der neue Durchschnittsrekord für einen Juli liegt bei 20,96 Grad Celsius und damit über dem bisherigen Rekord von 20,89 Grad aus dem Jahr 2023. Die mittlere globale Lufttemperatur in Bodennähe lag im selben Monat bei 16,90 Grad Celsius.

Damit war es lediglich der zweitwärmste Juli seit Beginn der Aufzeichnungen – gleichauf mit Juli 2024. Für Westeuropa wurde für die Monate Juni und Juli ein neuer Durchschnittsrekord von 21,62 Grad Celsius verzeichnet. "Anhaltende Hochdruckgebiete haben die Hitze über Westeuropa festgehalten. Die extremen Temperaturen haben zudem eine weit verbreitete Dürre verschärft. Wenn Böden austrocknen, verlieren sie ihre natürliche Kühlwirkung, und Hitze kann sich leichter aufbauen", erklärte Samantha Burgess, Klimaexpertin am Europäischen Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen. "Das ist ein klares Beispiel dafür, wie der Klimawandel Hitzeextreme verstärkt, wobei sich Hitze und Dürre zunehmend gegenseitig anheizen."

Waldbrand nahe Tirana: Einsatzkräfte bringen Feuer unter Kontrolle

Feuerwehr, Hubschrauber und Militär waren am Sonntag ununterbrochen im Einsatz, um einen großen Waldbrand am Berg Kruja einzudämmen. Die Behörden evakuierten Bewohner mehrerer Dörfer und nahmen einen Mann fest, der den Brand vermutlich versehentlich ausgelöst hatte.

Drei Militärhubschrauber unterstützten die Einsatzkräfte am Boden bei den Löscharbeiten. Wegen des steilen Geländes sind viele Bereiche nur aus der Luft erreichbar. Die Löscharbeiten am Boden und aus der Luft dauern daher weiter an. Bewohnerinnen und Bewohner des Gebiets Barabit-Lluban in der Gemeinde Kruja mussten in der Nacht ihre Häuser verlassen, nachdem sich das Feuer in Richtung bewohnter Gebiete ausgebreitet hatte.

Die Polizei teilte mit, sie habe einen Mann festgenommen, der im Verdacht steht, den Brand ausgelöst zu haben. Er soll am Samstag in der Nähe seines Hauses trockenes Gras angezündet haben. Aufgrund starker Winde gerieten die Flammen nach Angaben der Polizei außer Kontrolle, breiteten sich bis zum Berg Kruja aus und bedrohten umliegende Ortschaften. Der Brand rund 38 Kilometer nördlich der Hauptstadt Tirana wütet seit Samstagnachmittag.

Waldbrand in Andalusien breitet sich weiter aus

In der südspanischen Provinz Huelva, etwa auf halbem Weg zwischen Sevilla und der portugiesischen Grenze, ordneten die Behörden am Sonntag die Evakuierung von rund 470 Menschen an. Ein dort ausgebrochener Waldbrand breitet sich weiter aus und hat bei wechselnden Winden bereits fast 4.000 Hektar erfasst.

"Der Brand bleibt komplex. Wir haben noch viel Arbeit vor uns und einen schwierigen Tag mit zahlreichen Einsätzen, aber heute sind wir etwas optimistischer", sagte der für Notfälle zuständige Minister der Region Andalusien, Antonio Sanz. Mehr als 500 Feuerwehrleute, darunter 60 Angehörige der militärischen Notfalleinheit, kämpfen gegen die Flammen.

Rund 20 Löschflugzeuge unterstützen die Einsatzkräfte bei ihrem Kampf gegen das Feuer und die wechselnden Winde. Spanien erlebt einen schweren Waldbrandsommer. Mehrere Brände haben bereits Tausende Menschen dazu gezwungen, ihre Häuser zu verlassen, insbesondere in der Landesmitte.

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