Am Freitag scherzte Trump in New York: „Schon bald erkläre ich die Straße von Hormus zum Hoheitsgebiet der Vereinigten Staaten.“
Teheran hat erklärt, die Straße von Hormus „werde iranisch bleiben“. Anlass war eine Äußerung von US-Präsident Donald Trump, er wolle die strategische Wasserstraße bald zum „Territorium der Vereinigten Staaten“ erklären.
Die Meerenge verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer. Sie gilt als eines der wichtigsten Nadelöhre für den weltweiten Öl- und Gastransport. Die Kontrolle über die Passage ist einer der zentralen Streitpunkte in den Gesprächen zwischen Washington und Teheran. Iran hat die Durchfahrt faktisch geschlossen, seit Ende Februar der Iran-Krieg ausgebrochen ist.
Trump sprach am Freitag in New York. Mit einem Lachen sagte er: „Nachdem wir Iran besiegt haben – es wird gerade sehr deutlich geschlagen –, werde ich die Straße von Hormus ziemlich bald zum Territorium der Vereinigten Staaten erklären.“
„Wir haben die Blockade. Kein Schiff kommt durch, außer wenn wir es wollen“, fügte er hinzu.
Wie ernst Trump seine Worte meinte, blieb unklar. In Teheran lösten sie dennoch eine scharfe Reaktion aus.
Der iranische Vizeaußenminister für Rechts- und internationale Fragen, Kazem Gharibabadi, reagierte am Samstag in einem Beitrag auf X. Er betonte: „Die Straße von Hormus war iranisch, ist iranisch und wird iranisch bleiben.“
„Diese Meerenge wird nur auf Befehl Irans geschlossen oder geöffnet. Solange Sie die Realität der Niederlage nicht akzeptieren und Ihre fantasievollen Illusionen nicht aufgeben, wird Iran die Blockade fortsetzen“, fügte er hinzu.
Die Spannungen um die Wasserstraße flammen immer wieder auf. Über sie laufen normalerweise rund ein Viertel des weltweiten Ölhandels auf dem Seeweg. Beide Seiten beanspruchen die Kontrolle, obwohl sie im Juni ein „Memorandum of Understanding“ vereinbart haben.
Nach dem vorläufigen Abkommen sollte Iran die Meerenge wieder öffnen und erneut zusichern, dass es „keine Atomwaffen beschaffen oder entwickeln werde“.
Im Gegenzug kündigten die USA an, ihre Seeblockade gegen Iran zu beenden und die Sanktionen gegen Teheran aufzuheben. Das Abkommen setzte den beiden Staaten eine Frist von 60 Tagen für einen endgültigen Vertrag.
Im Juli griff Iran erneut Schiffe in der Meerenge an. Daraufhin folgte eine weitere Welle von US-Angriffen und eine neue Seeblockade iranischer Häfen. Die Bemühungen um Frieden geraten dadurch erneut in Gefahr.