Italien verlängert die Grenzkontrollen zu Spanien um weitere fünfzehn Tage. Grund ist die weiterhin angespannte Lage in der spanischen Exklave Ceuta, wo noch immer mehrere Tausend Migranten festsitzen.
Noch einmal fünfzehn Tage länger: Italien verlängert den Schengen-Stopp im Reiseverkehr mit Madrid. Die Regierung bestätigt, dass sie die nach der Flüchtlingskrise in Ceuta getroffene Entscheidung fortsetzt.
Nach einer Mitteilung des Innenministeriums übermittelt die Regierung der EU derzeit die Note, mit der sie die Verlängerung der Kontrollen an den Luft- und Seegrenzen zu Spanien um weitere fünfzehn Tage ankündigt. Die Bewertungen, die dieser Verlängerung zugrunde liegen, hat Innenminister Matteo Piantedosi seinem spanischen Amtskollegen Fernando Grande-Marlaska in einem konstruktiven Telefongespräch erläutert.
Die Kontrollen für Reisende aus Spanien sollten eigentlich an diesem Montag, dem 31. August, auslaufen. Innenminister Piantedosi erklärte in den vergangenen Tagen jedoch, die Lage in der spanischen Exklave Ceuta sei weiterhin kritisch. Dort halten sich zwischen fünf- und zehntausend Migranten auf, nach der Ankunft von mindestens 60.000 Menschen Ende Juli, und die Spannungen mit den Bewohnern sind nach wie vor groß.
"Die Lage in Ceuta hat sich keineswegs verbessert. Wir werden eine nüchterne Bewertung vornehmen und am Tag des Auslaufens, dem 31. August, die endgültige Entscheidung treffen", sagte der Chef des Innenressorts im Interview mit dem Tg1 am 28. August.
Piantedosi betonte, es gebe keinen Willen zur Konfrontation mit Madrid. Die Kontrollen richteten sich ausschließlich gegen Staatsangehörige aus Drittstaaten und hätten keine Auswirkungen auf Italiener, Spanier und andere Europäer.
In den vergangenen Tagen bezeichnete der spanische Außenminister Manuel Albares den Schritt der italienischen Regierung nach den Vorfällen an Ferragosto als ungerechtfertigten und nicht zu rechtfertigenden Affront gegen die Würde der Spanier, der allein aus wahltaktischen Gründen erfolgt sei.