Bauern und Angehörige indigener Gemeinschaften in Indien haben im Bundesstaat Madhya Pradesh symbolische „Wasserbestattungen“ abgehalten, um gegen das Ken-Betwa-Flussverbundprojekt zu protestieren.
Viele Demonstrierende legten sich auf Scheiterhaufen, die im Wasser errichtet worden waren, beschmierten sich mit Schlamm und stellten sich mit Schlingen um den Hals in den Fluss. So wollten sie zeigen, dass das Milliardenprojekt ihrer Ansicht nach über ihre Lebensgrundlagen hinwegfegt.
Die Betroffenen warnen, dass ihre Häuser, Felder und Einkommensquellen verloren gehen könnten. Sie fordern eine gerechte Entschädigung und eine sichere Umsiedlung. Behörden betonen hingegen, dass anspruchsberechtigte Familien bereits entschädigt und anderswo angesiedelt werden.