Charles Spencer bringt sein neues Buch über seine verstorbene Schwester, Prinzessin Diana, in den Handel. Scharfe Vorabdrucke hatten zuvor eine seltene und deutliche Zurückweisung durch König Charles III. ausgelöst.
In „Swan Song: Diana, My Sister“ schreibt Spencer, er wolle im Namen Dianas sprechen und Unwahrheiten richtigstellen, die sich im Laufe der Zeit festgesetzt haben. In den Memoiren berichtet er von heftigen Auseinandersetzungen mit dem damaligen Prinzen Charles über die Trauerfeier 1997 und wirft ihm Verachtung für seine Ex-Frau vor.
Spencer schildert, wie er mit Charles über Pläne des Palastes stritt, Prinz William und Prinz Harry, damals fünfzehn und zwölf Jahre alt, hinter dem Sarg ihrer Mutter hergehen zu lassen. Der damalige Prinz Charles sei „völlig ausgerastet“ und habe ihm gesagt: „Sei unbesorgt, wir werden sie bald genug vergessen.“ Außerdem habe Charles nach Dianas Tod bei einem Autounfall in Paris im Alter von 36 Jahren „überschwänglich“ geklungen.
Der Buckingham-Palast reagierte mit einer ungewöhnlich scharf formulierten Erklärung. Darin heißt es, Trauer könne den klaren Blick trüben und Erinnerungen einfärben.