Am Dienstag haben sich auf dem Rossio-Platz im Zentrum von Lissabon mehrere Tausend Menschen versammelt, um bezahlbaren Wohnraum zu fordern.
Sie skandierten Parolen, zündeten Bengalfeuer und hielten Schlüssel sowie Plakate in die Höhe. Auf einem stand: „Eine Wohnung darf kein Privileg sein.“ Ähnliche Proteste fanden auch in anderen Städten Portugals statt.
Schon am Vormittag hatte die Polizei das Protestcamp, das die Demonstrierenden auf dem Platz errichtet hatten, gewaltsam geräumt. Die Gruppe rief daraufhin zu einer neuen Versammlung auf, und viele kehrten am Abend zurück.
Bei einer öffentlichen Vollversammlung stimmten die Teilnehmenden dafür, am nächsten Tag wiederzukommen und ihre Zelte erneut aufzubauen.
Sie wenden sich zudem gegen neue Regierungspläne, nach denen die Begrenzung für jährliche Mieterhöhungen gelockert und Zwangsräumungen erleichtert werden sollen, wenn Mieter ihre Miete nicht zahlen.
Der Premierminister erklärt, die Änderungen sollten Vertrauen zwischen Vermietern und Mietern schaffen. Kritiker meinen hingegen, die Reform lasse Mieter schutzloser zurück.