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Darya Dadvar: Iranische Lieder und Klassik

Darya Dadvar: Iranische Lieder und Klassik
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Die aus dem Iran stammende Sopranistin Darya Dadvar lebt und arbeitet in Paris. Ihr besonderes Kennzeichen: eine ganz eigene Stilmischung, uralte persische Melodien und Klassik. Aber auch Ausflüge in Richtung Blues und Jazz wagt die Sängerin mit der glasklaren Stimme. euronews-Reporter Mohammad Mohammadi sprach mit Darya Dadvar auf ihrem jüngsten Konzert mit dem Pariser Orchestre Philharmonique de Paris-Est.

Wenn ich einen europäischen Song höre, erinnert mich das sofort an ein iranisches Lied und umgekehrt. Das geschieht ganz unbewusst.

Darya Dadvar Sängerin

Darya Dadvar: “Ich spüre sehr stark meine musikalischen Wurzeln. Ich bin mit diesen persischen Liedern aufgewachsen. Wenn ich einen europäischen Song höre, erinnert mich das sofort an ein iranisches Lied und umgekehrt. Das geschieht ganz unbewusst.”

Darya Dadvar kam vor 25 Jahren nach Frankreich, eigentlich, um Medizin zu studieren. Aber die Begeisterung für Musik ließ sie nicht los, bis sie schließlich ihrer Leidenschaft folgte und Gesang studierte.

Mohammad Mohammadi, euronews: “Musik ist eine universelle Sprache und überschreitet alle Grenzen, das beweist Darya Dadvar, die auf 12 verschiedenen Sprachen singt. Das ist sicherlich einer der Gründe, warum Menschen aller Nationalitäten ihre Konzerte besuchen.”

Darya Dadvar: “Musik kennt in der Tat keine Grenzen. Wenn ich beispielsweise auf Deutsch singe, genießen die Zuhörer das genauso, wie auf Persisch oder Französisch. Sehr schnell wird klar, dass nicht die Sprache das Kommunikationsmittel ist, sondern das Gefühl. Meine Lieder kommen aus meinem Herzen und sprechen die Herzen de Publikums an. Die Energie, die das Publikum mir entgegen bringt, macht die Verbindung möglich.”

Statt eine klassische Opernlaufbahn einzuschlagen, entschied sich sich die Sopranistin für ihren eigenen, musikalischen Weg zwischen den Welten.

Darya Dadvar: “Die Entscheidung keine Opernsängerin zu werden, die einfach nur die Werke anderer interpretiert, traf ich ganz bewusst. Nachdem ich zwei Monate als Solistin am Théâtre Impérial de Compiègne gearbeitet hatte, kam ich zu dem Schluss, dass ich allein arbeiten wollte, dass ich etwas zu sagen hatte. Dieses Risiko einzugehen, gefiel mir gut.”

Eines ihrer jüngsten Stücke ist Kucheh – Die Gasse, basierend auf dem Liebesgedicht des im Iran verehrten Dichters Fereydun Moshiri inspiriert. Der iranische Komponist Mehrdad Baran schrieb die Musik.

Mehrdad Baran: “Als mir klar wurde, dass das Gedicht eine großes visuelles Potenzial hat, begann ich für jedes dieser Bilder in dem Text ein Stück zu schreiben, statt eine bestimmte Melodie für den gesamten Text im Kopf zu haben.”