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EM-Krawalle: Frankreich deportiert russische Hooligans

EM-Krawalle: Frankreich deportiert russische Hooligans
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Von Euronews mit DPA/Reuters/AP
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Zusammenhang mit Übergriffen in Köln werden untersucht

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Frankreich hat damit begonnen, 20 russische Fußballfans wegen der Gewaltausbrüche in Marseille außer Landes zu bringen. Per Auto werden sie zunächst nach Nizza gebracht, von dort sollen sie nach Angaben des russischen Außenministeriums nach Moskau geflogen werden. Unter ihnen soll sich auch der Chef der russischen Fanorganisation befinden.

Außerdem waren am Donnerstag drei Russen zu Haftstrafen verurteilt worden. Die entscheidenden Hinweise für die Verhaftung kamen nach Angaben des Staatsanwalts aus Russland. Zunächst hatten französische Ermittler bekanntgegeben, dass Verhaftungen kaum möglich gewesen seien. Die russischen Hooligans seien zu schnell und zu koordiniert vorgegangen.

Putin: Angriffe sind eine Schande

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Angriffe durch seine Landsleute als Schande bezeichnet. Gleichzeitig äußerte er Zweifel daran, dass die geringe Zahl gewalttätiger Hooligans auf mehrere tausend Engländer losgegangen sei. Die Schlägereien der Fans bekämen mehr Aufmerksamkeit als der Sport, kritisierte Putin nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur Interfax.

Vor einer Woche war eine Gruppe von etwa 150 russischen Hooligans nach dem EM-Spiel in Marseille auf englische Fußballfans losgegangen. Auch in der Stadt hatte es Krawalle gegeben. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt. Auch in Köln hatte es nach Erkenntnissen der Polizei Angriffe russischer Hooligans auf spanische Touristen gegeben. Fünf Russen wurden in Untersuchungshaft genommen. Es wird untersucht, ob die Übergriffe in Marseille und Köln zusammenhängen.

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