Erster Spatenstich: Russland und Iran bauen AKW in Bushehr

Erster Spatenstich: Russland und Iran bauen AKW in Bushehr
Von Christoph Debets
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Im südiranischen Bushehr haben die Bauarbeiten für zwei neue Atomreaktoren begonnen.

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Im südiranischen Bushehr haben die Bauarbeiten für zwei neue Atomreaktoren begonnen. Es ist das erste Atomprojekt im Iran seit dem Nuklearabkommen im vergangenen Jahr. Die beiden neuen Reaktoren werden mit russischer Hilfe errichtet. Das 9 Milliarden Euro teure Bauprojekt soll dazu führen, dass der Iran 22 Millionen Barrel Öl pro Jahr einsparen kann.

“Es gab viele Kräfte, die dieses Projekt verhindern wollten. Vom technologischen Standpunkt aus betrachtet hat bislang niemand weltweit ein derartiges Nuklearprojekt verwirklicht”, erklärte Rosatom-Generaldirektor Sergei Kirienko.

Der Chef der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, sprach von einer neuen Etappe bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie.

“Diese Veranstaltung ist ein gutes Zeugnis dafür, dass der Iran und Russland in eine neue Phase ihrer strategischen Partnerschaft bei der friedlichen Nutzung der Atomenergie eintreten, besonders, was die Herstellung von Brennstoff und Isotopen angeht”, sagte Salehi.

#nuclearweapons#Iran just started building two #nuclear reactor with a help from #Russian experts in #Bushehr city pic.twitter.com/FScINmN40K

— الجغايفة Al-Jughayfa (@haditha_tribe) September 10, 2016

Als Bauzeit sind zehn Jahre veranschlagt. Das bislang einzige Atomkraftwerk des Irans in Bushehr erzeugt 1000 Megawatt und war mit russischer Unterstützung 2011 ans Netz gegangen. Im Juli vergangenen Jahres hatten sich der Iran und die fünf UNO-Vetomächten und Deutschland auf ein Abkommen geeinigt, das dem Iran die friedliche Nutzung der Atomenergie erlaubt. Teheran verpflichtete sich darin, seine Urananreicherung deutlich zurückzufahren und scharfe Kontrollen durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zuzulassen.

Die Westmächte hatten immer wieder erklärt, der Iran strebe unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms nach Kernwaffen. Teheran hatte dies stets bestritten.

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