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Wie geht es weiter mit der Wirtschafts- und Währungsunion?

Wie geht es weiter mit der Wirtschafts- und Währungsunion?
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Europas Wirtschafts- und Währungsunion, kurz WWU, nahm ihren Anfang in den fünfziger und sechziger Jahren. 1992 kam sie durch den Vertrag von Maastricht so richtig in Gang. Dieser legte die Konvergenzkriterien fest, die die Mitgliedsstaaten erfüllen müssen. Mit der Einführung des Euros wurde die WWU in handfeste Münze umgewandelt. Doch jetzt tritt Großbritannien aus der EU aus, und damit ist auch der wirtschaftliche Zusammenschluss neuen Herausforderungen ausgesetzt. Wie geht es weiter mit der Wirtschafts- und Währungsunion?

Schämt euch nicht, Europäer zu sein, seid stolz darauf! Nicht nur stolz auf das, was ihr erreicht habt, sondern auch stolz darauf, was ihr noch schaffen könnt!

Pierre Moscovici EU-Kommissar für Wirtschaft und Finanzen

Verdeutlichen wir den Sinn der Wirtschafts- und Währungsunion am Beispiel eines Bauern, der Käse herstellt. Trotz unterschiedlicher nationaler Politik und Volkswirtschaft verschafft die WWU den Mitgliedern eine gemeinsame Währung – wenn sie die Konvergenzkriterien erfüllen. Die Europäische Zentralbank gibt die Linie für die Währungspolitik vor, legt Zinsraten fest und hilft den Mitgliedsstaaten, ihre Währungspolitik aufeinander abzustimmen. Als Sicherheitsnetz, wenn ein Land finanziell in Schieflage gerät, gibt es den Europäischen Stabilitäsmechanismus.

Durch diesen Zusammenschluss kann der Käsehersteller leichter seine Ware im ganzen Euroraum verkaufen, seine Kunden müssen sich nicht über Wechselkosten Gedanken machen, und seine Zwischenhändler können weitere Jobs schaffen, zum Beispiel Käseverkostung in anderen Ländern.

19 EU-Staaten haben den Euro eingeführt, die übrigen sieben sollen folgen, sobald sie die Konvergenzkriterien erfüllen. Nur Dänemark hat wie Großbritannien eine Opt-out-
Sonderregelung und muss nicht beitreten.