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Nazi-Beutekunst: Gurlitt-Nachlass in Bern

Nazi-Beutekunst: Gurlitt-Nachlass in Bern
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Bilder aus dem umstrittenen Gurlitt-Nachlass sind im Berner Kunstmuseum eingetroffen. Dort werden sie ab Herbst ausgestellt. Werke von August Macke, Otto Dix und Emil Nolde sind darunter.


Umstritten ist die Sammlung, weil darunter Nazi-Beutekunst ist. Gegründet wurde sie von Hildebrand Gurlitt, einem jüdischen Kunsthändler und -historiker. Er kaufte auf dem internationalen Kunstmarkt so genannte “entartete” Kunst, die von den Nazis beschlagnahmt worden war.
Gegen seinen Sohn und Erben Cornelius Gurlitt wurde zuletzt wegen möglicher Steuerhinterziehung ermittelt. Es geht um etwa 1.500 Kunstwerke, die ungefähr eine Milliarde Euro Wert sind. Zu Lebzeiten setzte Gurlitt junior das Berner Kunstmuseum als Erben ein.

Die Direktorin des Kunstmuseums Bern Nina Zimmer erklärt, “wir kennen die exakten Daten, an denen diese Werke von deutschen Museen erstanden wurden. Sie gehörten demnach zum Besitz dieser Museen. Wir kennen oft auch das exakte Datum, als Hildebrand Gurlitt sie kaufte, nachdem sie konfiziert worden waren. Wir können die Herkunft klar nachvollziehen.”


Bis zur Ausstellungseröffnung im November werden die Kunstwerke untersucht, restauriert und klassifiziert. Die Suche nach möglichen privaten Besitzern geht weiter.
Im November werden Bilder aus dem Gurlitt-Nachlass zeitgleich im Berner Kunstmuseum und in der Bonner Bundeskunsthalle zu sehen sein.

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