Peking investiert in riesige Schweinefarmen

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Von Johannes Pleschberger
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300.000 Ferkel im Jahr sollen allein in der Xinguangan-Farm produziert werden. Eine von vielen neuen chinesischen Schweinefabriken nach US-amerikanischem Vorbild.

In Südwestchina hat die erste großflächige Schweinefarm des Landes ihre Produktion gestartet. Die Volksrepublik investiert momentan in riesige Zuchtbetriebe. 10.000 Säue sollen in der Xinguangan-Farm bald 300.000 Ferkel im Jahr produzieren, erhofft sich die Farm-Managerin Wei Meiquing: "Mit großflächiger Landwirtschaft können wir höhere Gewinne erzielen, weil wir die Kosten und Ressourcen senken."

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Eine regelrechte "Schweinefabrik"

Hong Haozhou (Tierarzt): "Schweine wurden in China immer in kleinen Schweinefarmen aufgezogen. Aber dieser moderne Großbetrieb ist eher wie eine Schweinefabrik."

Eine Schweinefabrik die mit der Tradition bricht. Hunderte weitere großflächige Schweinezuchtbetriebe sollen dieses Jahr im Land der Mitte gebaut werden. Im Gegenzug müssen hunderttausende kleine Hinterhoffarmen schließen. Schweinebauer Shi Hongwei zeigte sich besorgt: "Die Perspektiven? Das ist für uns Kleinbauern schwer zu sagen. Vielleicht mache ich noch drei Jahre weiter und entscheide mich dann, aufzuhören. Ich weiß es einfach nicht."

China ist weltgrößter Schweinefleischkonsument

Fast die Hälfte des weltweiten Schweinefleischkonsums enfällt auf China. Laut Experten war die traditionelle Schweinehaltung bisher sehr tierfreundlich, aber wenig effizient. Die hochmoderne Industrieproduktion soll nun Chinas berüchtigte Preisschwankungen zähmen.

"Für mich ist das Wohlbefinden der Tiere wichtig. Aber wir haben keine Möglichkeit zu wissen wie die Schweine aufgezogen werden. Solange das Fleisch gut aussieht, ist das gut genug für uns Verbraucher", meinte eine 66-jährige Konsument an einem Fleischmarkt.

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