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Aquarius: Lage an Bord extrem schwierig

Aquarius: Lage an Bord extrem schwierig
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Von Anja BenczeAnelise Borges
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Die beiden verantwortlichen Hilfsorganisationen haben sich gegen eine Fahrt nach bis nach Spanien ausgesprochen. Dazu sei die Lage an Bord zu angespannt.

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Die Situation der "Aquarius", des Rettungsschiffs der Organisationen "Ärzte ohne Grenzen" und "SOS Méditerranée" spitzt sich zusehends zu.

euronews-Korrespondentin Anelise Borges, die einzige TV-Journalistin an Bord der Aquarius, berichtet, dass sich beide Hilfsorganisationen gegen eine Fahrt nach bis nach Spanien ausgesprochen haben.

Dazu sei die Lage an Bord zu angespannt. Es sei bereits zu handgreiflichen Auseinandersetzungen gekommen. Auch das Wetter habe sich verschlechtert mit starkem Seegang. Eine vier- bis fünftätige Reise sei unter diesen Bedingungen nicht zu verantworten.

Anelise Borges: "Die Situation ist extrem schwierig, das Schiff ist völlig überlastet. Es wurde für den Transport von 550 Passagieren gebaut, derzeit sind es 629, darunter Frauen und Kinder, die auf dem offenen Deck schlafen müssen.

Es gibt zwar ein paar improvisierte Zeltplanen, aber es ist extrem heiß. Die Menschen sind erschöpft. Sie mussten zum Teil lange auf dem Meer ausharren, bevor sie gerettet wurden. Sie sind geschwächt und völlig übermüdet.

Die Helfer an Bord sagen, die Lage sei unter Kontrolle. Es gebe ausreichend Wasser- und Essensvorräte. Bei den Medikamenten sehe das anders aus. Sie appellieren an die Behörden in Italien, so schnell wir möglich eine Entscheidung zu treffen, um zu wissen, wo die Menschen als Nächstes hinkommen."

"Die Menschen werden zusehend nervöser", sagt der Koordinator von Médecins sans Frontieres, Aloys Vimard. "Sie sind extrem geschwächt, anfällig und von den Erlebnissen auf hoher See traumatisiert."

Anelise Borges fügt hinzu : "Diejenigen, mit denen ich an Bord der Aquarius gesprochen habe, sagen, dass sie zwar keine Angst haben, aber sich immer angespannter fühlen. Viele fragen sich, ob sie nach Libyen zurückgeschickt werden. Das Team hat ihnen bereits versichert, dass das nicht der Fall ist, dass sie in Europa bleiben werden. Aber natürlich lautet nun die Frage, wo genau diese Menschen an Land gehen werden."

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