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2019: EU geht von schwächerem Wirtschaftswachstum aus

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Die EU-Kommission rechnet mit einem schwächeren Wirtschaftswachstum in Europa. Wie Finanzkommissar Pierre Moscovici in Brüssel mitteilte, fällt die Steigerungsrate im kommenden Jahr voraussichtlich unter zwei Prozent: "Das erwartete Wachstum liegt in diesem Jahr bei 2,1 Prozent und wird 2019 in der Eurozone und der gesamten EU 1,9 Prozent erreichen."

euronews-Wirtschaftsexpertin Sasha Vakulina erklärt: "Die EU-Kommission fürchtet externe Faktoren, wie eine Überhitzung der Wirtschaft in den USA mit steigenden Zinsen als Folge und eine Verschlimmerung des Handelskriegs zwischen den USA und China. Innerhalb der EU gibt es zwei Gründe dafür, warum Brüssel von einer schwächeren Wirtschaft ausgeht: Der Brexit und die hohe Verschuldung Italiens. Die Kommission geht davon aus, dass Großbritannien und Italien hinterherhinken werden."

Bei den Wachstumsvoraussagen für das Vereinigte Königreich geht die Kommission vom Status Quo der Handelsbeziehungen zwischen London und den übrigen EU-Staaten aus - angesichts der anhaltenden Brexit-Verhandlungen ist die Unsicherheit aber groß.

In Italien rechnet die EU 2019 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,2 Prozent - die Regierung in Rom geht von 1,5 Prozent aus. "Unsere Schätzungen sind - genau wie die anderer internationaler Organisationen - vorsichtiger als die Vorhersagen der italienischen Regierung zu Binnennachfrage und Investitionen", so Moscovici.

Der italienische Schuldenstand beträgt derzeit 130 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die drittgrößte Volkswirtschaft der EU plant zudem eine hohe Neuverschuldung. Die EU-Kommission hatte den Haushaltsentwurf aus Rom deswegen abgelehnt.