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Darmkrebs: Forschungsvielfalt hilft Therapie zu optimieren

Darmkrebs: Forschungsvielfalt hilft Therapie zu optimieren
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Darmkrebs ist in ganz Europa auf dem Vormarsch. Was macht diese Krankheit so schwierig zu diagnostizieren und zu behandeln, und wie können Biobanken mit ihren Zehntausenden von Karzinomproben Ärzte und medizinische Forscher dabei unterstützen, Patienten zu helfen? Wir sprachen mit Herbert Stoeger, Leiter der Klinischen Abteilung für Onkologie an der Medizinischen Universität Graz, und Karine Sargsyan, Leiterin der Grazer Biobank an der Medizinischen Universität Graz.

"Vor 20 Jahren haben wir Dickdarmkrebs als eine Krankheit behandelt. Heute wissen wir, dass es nicht die eine Form von Darmkrebs gibt, sondern vielleicht Hunderte. Wir haben gelernt, die Krebspatienten individuell zu behandeln, und wir können die Funktionsweise der Krebszelle für die Behandlung nutzen. Wir brauchen viele Informationen, und je besser wir die Funktionsweise der Krebszelle kennen, desto frühzeitiger und besser können wir Tumore und die Patienten mit den Tumoren identifizieren, um unsere Therapie zu optimieren", sagt Herbert Stoeger.

Und die Leiterin der Grazer Biobank Karine Sargsyan meint: "Darmkrebs ist sehr vielfältig. Es gibt verschiedene Stadien, verschiedene Grade, einen unterschiedlichen Rezeptorenstatus, verschiedene Reaktionsarten auf verschiedene onkologische Behandlungen. Mit allen diesen verschiedenen Arten, dieser Forschungsvielfalt kann man die Behandlung auf jeden Patienten persönlich abstimmen.