Davos: Von “Co-Chairs” und "Global Shapers"

Davos: Von “Co-Chairs” und "Global Shapers"
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Eine Busladung voll mit Wandel: Das World Economic Forums (WEF) in Davos galt jahrelang als Eliteveranstaltung nicht mehr ganz junger weißer Männer. Deren Prototyp, WEF-Gründer Klaus Schwab (80), rief 2011 ein Team ins Leben, das dieses Jahr für besonders viel frischen Wind sorgt, weil viele Traditionsteilnehmer abgesagt haben, vor allem aus der Politik. Sogenannte „Co-Chairs“ begleiten die Programmmacher. Und sechs von sieben Co-Chairs sind dieses Jahr «Global Shapers», Mitglieder einer Gruppe von jungen und engagierten Leuten, die dem WEF angegliedert ist.

Begleitet werden die Shapers vom WEF durch ein Team, das beim Aufbau und Ausbau der lokalen Gruppen

hilft. In 157 Ländern sind 7.788 junge Menschen zusammengeschlossen, 385 lokale Gruppen gibt es auf der ganzen Welt. 1.386 Alumni hat die Organisation inzwischen. Das WEF leistet, heisst es auf seiner Website, einen signifikanten finanziellen und ideellen Beitrag, durch den die «Global Shapers» das Mitgliedernetzwerk des WEF nutzen können.

Die Projekte – laut letztem Report waren es 1.500 – reichen von Armutsbekämpfung über Bildungsangebote, Umweltprojekte und Aktionen zur Gleichstellung der Geschlechter bis hin zur Förderung inklusiver Gemeinschaften, so Wadia Ait Hamza, Leiter der Organisation der Global Shapers. So sammelte etwa die Gruppe von San Salvador 250 Kilo Plastik am Strand auf. Die Resonanz war so gross, dass die Reinigungsaktion an anderen Orten aufgegriffen und wiederholt wurde.

Sigrid Ulrich