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Leben an der Armutsgrenze in Europa

Leben an der Armutsgrenze in Europa
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Das sind Jose und Eeva-Marie. Sie sind zwei von rund 113 Millionen Menschen in der EU, die am Rande der Armutsschwelle leben - insgesamt mehr als 20 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Sie kamen nach Brüssel, um im Europäischen Parlament über ihr Schicksal zu berichten.

"Ich lebte in Costa Rica und musste dringend nach Spanien zurück, weil mein Bruder krank wurde. Er starb kurz danach. Ich musste ein Jahr lang warten, um soziale Unterstützung beantragen zu können.

Jetzt gehöre ich zu den armen Arbeitern, die zwar einen Job haben, die davon aber kaum ihren Lebensunterhalt bestreiten können."

Arbeiter repräsentieren knapp zehn Protent der Menschen an der Armutsgrenze, rund 32 Millionen Menschen in der EU.

Für Eeva-Marie, eine Universitätsassistentin mit einer Halbtagsstelle, ist das ein Problem der wachsenden sozialen Ungleichheit.

"In Finnland bekommen wohlhabende Menschen Steuervergünstigungen, gleichzeitig wird die Unterstützung für Arme gekürzt.

Mir haben Freunde und Verwandte geholfen, so dass mir eine ernstere Situation bislang erspart blieb."

Josés und Eeva-Maries Erfahrungen fließen in den Armutsbericht 2018 des Europäischen Anti-Armutsnetzwerks ein.

Gründe die zur Armut führen sind niedrige Gehälter, Zeitarbeitsverträge, Probleme bei der Wohnungssuche und steigende Preise für Energie, Lebensmittel und Gesundheitsschutz.

"Im Moment scheint sich die EU für Märkte einzusetzen und nicht für die Menschen", so Sian Jones vom Anti-Armutsnetzwerk.

Wir brauchen aber Steuergerechtigkeit, bessere Verteilungssysteme und die Schaffung von Qualitäts-Arbeitsplätzen."