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Belgische Schüler schwänzen wieder für den Klimaschutz

Belgische Schüler schwänzen wieder für den Klimaschutz
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5000 waren es in Brüssel, auf der zentralen Veranstaltung in Löwen 10.000.

Donnerstag ist für junge Menschen in Belgien Demo-Tag und zwar für eine bessere Klimapolitik.

Seit Wochen schon gehen Schülerinnen und Schüler dafür auf die Straße, die Botschaft bleibt dabei dieselbe:

"Wir wollen diese Märsche bis zum Wahltag fortsetzen, bis die Politiker begreifen, dass es wirklich eine Klima-Gerechtigkeit braucht", sagt diese Schülerin.

Eine andere meint: "Ich erwarte von den Verantwortlichen stärkeres Handeln auf internationalen Konferenzen. Ganz besonders erwarte ich von der belgischen Regierung, dass sie uns ernst nehmen und künftige Generationen unterstützt."

Unterstützt wurden sie von Universitätsprofessoren, die ein spezielles Klima-Gesetz vorgelegt hatten.

Dieses sieht die Schaffung eines Klima-Aktionsplans und neue politische Gremien vor, durch die der demokratische Prozess in der komplizierten Verfassungsrealität Belgiens vereinfacht werden soll.

"In diesem Gesetz ist etwa das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit verankert, ohne die die Ziele des Klimaschutzes nicht erreicht werden können", meint Mathias El Berhoumi, Verfassungsrechtler an der Brüsseler Saint-Louis-Universität.

"Solche Veränderungen müssen mit allen Kräften der Zivilgesellschaft diskutiert werden.

Klimaschutz braucht einen breiten gesellschaftlichen Konsens."

Das Dokument wurde bereits von den belgischen Grünen ins Parlament eingebracht, wo es eingehend debattiert werden soll.