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A380-Aus: Airbus-Mitarbeiter in Sorge

A380-Aus: Airbus-Mitarbeiter in Sorge
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REUTERS/Regis Duvignau
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Nach Pech und Pannen bei der Produktion, beim Betrieb, aber vor allem beim Verkauf steht das Riesenflugzeug A380 vor dem Aus. Der paneuropäische Luftfahrtkonzern Airbus hat beschlossen, die Produktion bis 2021 zu beenden. Als Grund nennt der scheidende Airbus-Finanzchef Harald Wilhelm im Euronews-Interview die Absage einer Bestellung der Fluglinie Emirates:

"Emirates hat ihre Flottenplanung überarbeitet und sich gleichzeitig für den A330 und A350 entschieden. Das bedeutet für uns, dass es nicht genug Nachfrage auf dem Markt gibt, um die Produktion fortzusetzen. Wir werden weitere 17 Flieger ausliefern und den A380 dann leider vom Markt nehmen."

Arbeitnehmern macht das Aus des Superfliegers Sorgen. Gewerkschaftsvorstand Jürgen Kern er von der IG Metall, der auch im Airbus-Aufsichtsrat sitzt, sagte, die Auswirkungen könnten erst in den kommenden Wochen analysiert werden. Die einzelnen Standorte seien sehr unterschiedlich betroffen.

"Verhalten uns verantwortungsvoll"

REUTERS/Fabian Bimmer
Das Airbus-Werk in Hamburg: Arbeitnehmer in SorgeREUTERS/Fabian Bimmer

"Jeder im Unternehmen und außerhalb und vor allem die Arbeitnehmervertreter wissen, dass wir uns sehr verantwortungsvoll und sozialverträglich verhalten", so Finanzvorstand Harald Wilhelm, "wir werden unser Bestes geben, um für die Arbeitnehmer, die heute am A380 arbeiten, andere Optionen zu finden – im Bereich der kommerziellen Luftfahrt oder in anderen Bereichen der Unternehmensgruppe."

Der A380 hatte seinen Erstflug im Jahr 2005, im Linienbetrieb ist er seit 2007. Er ist das größte in Serie produzierte Flugzeug der Welt. Gedacht war er als Konkurrenz zu Boeings Jumbojet 747.