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Werner Herzogs Gespräche mit Gorbatschow

Werner Herzogs Gespräche mit Gorbatschow
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"MEETING GORBACHEV", W. HERZOG & A. SINGER - THE ORCHARD
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Gespräche mit Gorbatschow sind unvermeidlich eine Auseinandersetzung mit der Weltgeschichte. Der deutsche Regisseur Werner Herzog besuchte den letzten Staats- und Parteichef der ehemaligen Sowjetunion dreimal mit seinem Filmteam in der Nähe von Moskau. Es ging um Politik und Geschichte, um Glasnost und Perestroika.

Das Ergebnis ist die Doku "Meeting Gorbachev". Eine faszinierende Begegnung zweier Zeitzeugen.

Werner Herzog: "Er ermöglichte die Wiedervereinigung ohne Gewalt, ohne Blutvergießen. Zu früheren Sowjetzeiten wären die Panzer gerollt - wie in Ungarn, Polen, der Tschechoslowakei, der DDR. Er hatte eine neue Art, diese monumentalen politischen und historischen Probleme anzugehen."

"MEETING GORBACHEV", W. HERZOG & A. SINGER - THE ORCHARD

"Ich mag Herrn Gorbatschow. Mit ihm können wir arbeiten", sagte die britische Premierministerin Margaret Thatcher im Dezember 1984, eine der ersten im Westen, die den neuartigen Politikstil Gorbatschows erkannte und ihn dem misstrauischen US-Präsidenten Ronald Reagan empfahl.

Werner Herzog: "Ich denke, die Menschen in Russland und auch im Westen beginnen, die Bedeutung dieses Mannes zu erkennen, die Größe dessen, was er erreicht hat. Zum Beispiel, zusammen mit Ronald Reagan, das größte Abrüstungsabkommen überhaupt in der Geschichte der Menschheit."

"Es sollte keinen neuen Kalten Krieg geben. Ich glaube, dass die Verteufelung Russlands ein großer Fehler der westlichen Medien und der westlichen Politik ist. Und wenn Sie Russland als Feind betrachten, sprechen Sie mit ihm."
Werner Herzog
Regisseur

Frage von Herzog: "Was sollte auf Ihrem Grabstein stehen?" Antwort von Gorbatschow: "Wir haben es versucht."

Der Streifen von Werner Herzog und André Singer lief im Herbst 2018 als Eröffnungsfilm auf dem Dokumentar- und Animationsfilmfestival DOK Leipzig und kommt nun in die US-Kinos.