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Raumfahrt: Ein Wirtschaftszweig will noch höher hinaus

Raumfahrt: Ein Wirtschaftszweig will noch höher hinaus
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In dieser Woche blicken wir bei Business Planet auf die Möglichkeiten kleiner, einfallsreicher Unternehmen, die in Europas wachsender Raumfahrtindustrie arbeiten. Es handelt sich um einen Wirtschaftszweig, in dem bereits fast eine Viertelmillion Menschen tätig sind.

Mittlerweile sind zusehends auch private Firmen in der Raumfahrttechnologie beschäftigt, wie etwa PIAP Space. Das Unternehmen gibt es seit 2017, es ist in Warschau ansässig. Hier werden Roboter und Fahrzeuge entwickelt, die im Weltraum zum Einsatz kommen sollen. Die Mitarbeiter fertigen ebenfalls ein Greifwerkzeug, das bei Satelliteneinsätzen im All eingesetzt werden soll - für Unterstützung sorgt das EU-Rahmenprogramm Horizont 2020.

„Die Unterstützung der Europäischen Union über einen Robotercluster ist lebenswichtig für das Unternehmen. Dadurch konnten wir die Entwicklung des Roboter-Greifwerkzeugs für Satelliteneinsätze in die Wege leiten und Kontakte zu einigen anderen europäischen Firmen aus der Raumfahrtbranche knüpfen“, erläutert Mateusz Wolski von PIAP Space.

Europäische Raumfahrt bietet zahlreiche Daten und Dienstleistungen

Das Unternehmen aus Warschau ist nur eines von vielen, die in Europas wachsender Raumfahrtindustrie tätig sind. Fast eine Viertelmillion Menschen sind in diesem Wirtschaftszweig beschäftigt. In der EU-Kommission ist man bestrebt, Europas führende Stellung in der Raumfahrt nicht nur beizubehalten, sondern auszubauen.

Tomasz Husak ist leitend im Mitarbeiterstab von Elżbieta Bieńkowska, der EU-Kommissarin für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum sowie kleine und mittlere Unternehmen, tätig. Er erklärt die Bedeutung der Raumfahrtindustrie für die Bevölkerung: „Wer kann sich unser Leben heutzutage ohne Satelliten für die Navigation oder die Erdbeobachtung vorstellen? Auf diese Weise können wir etwa Fahrräder mieten und haben ganz genaue Daten, die unmittelbar aus dem All kommen. Die EU bietet Unternehmen Daten, aus denen Werte werden können. Und all das schafft Unternehmen, die in den Bereich Satelliten, Software und Starttechnik tätig sind, einen neuen Markt.“

In den vergangenen Jahren habe die Europäische Union mehr als zwölf Milliarden Euro in die Raumfahrt gesteckt, künftig sollen es 16 Milliarden sein, so Husak. „Keines der EU-Mitgliedsländer kann eine solche große Investition allein tätigen. Wir wollen weitermachen und neue Programme aufstellen, um auf die sich verändernde Lage einzugehen, was die Unternehmen von uns auch erwarten. Wir wollen in Europa einen großen Innovationswirtschaftsraum für die Raumfahrt schaffen“, sagt er.

Europas Raumfahrtindustrie in Kürze

• Raumfahrttechnologie sowie Dienstleistungen, die auf aus dem Weltall gelieferten Daten aufbauen, sind mittlerweile im täglichen Leben nahezu unverzichtbar und spielen für die Europäische Union eine wichtige strategische Rolle

• Die Raumfahrtindustrie in Europa bietet Dienstleistungen, die von Millionen von Menschen genutzt werden: Etwa über die Informationen zu Wetter und Klima, die das Copernicus-Programm liefert. Bei EGNOS und Galileo steht insbesondere die Satellitennavigation im Mittelpunkt

• Rund 230.000 sind innerhalb der Europäischen Union in der Raumfahrtindustrie beruflich tätig. Der wirtschaftliche Nutzen dieser Zweiges wurde im Jahr 2017 auf einen Wert zwischen 53 und 62 Milliarden Euro geschätzt

Weitere Informationen

Die Raumfahrtpolitik der EU (in englischer Sprache)...

Das Raumfahrtprogramm der EU (in englischer Sprache)...

Horizont 2020...

Bildquellen: ESA, NASA