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EU-Kommission: Zölle schaden nur Verbrauchern

EU-Kommission: Zölle schaden nur Verbrauchern
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In einem Schachzug, der einen transatlantischen Handelskrieg auslösen könnte, wollen die USA Zölle auf EU-Waren im Wert von 6,8 Milliarden Euro erheben. Vorausgegangen war ein Urteil der Welthandelsorganisation WTO, das die EU für unzulässige Subventionen für den Flugzeugbauer Airbus bestraft hatte. Auf Twitter nannte Donald Trump die Entscheidung der WTO einen schönen Sieg und sagte, die "Europäische Union habe die USA aufgrund von Zöllen, Handelshemmnissen und vielem mehr seit vielen Jahren sehr schlecht behandelt."

Doch auch die Amerikaner haben ihren Flugzeugbauer Boeing lange mit Subventionen gefördert. Es wird erwartet, dass die WTO in wenigen Monaten auch dazu ein Urteil spricht und europäische Zölle auf US-Waren genehmigt.

"Schadet Bürgern auf beiden Seiten des Atlantiks"

Der scheidende EU-Handelskommissarin erklärte: "Die gegenseitige Einführung von Gegenmaßnahmen würde nur Unternehmen und Bürgern auf beiden Seiten des Atlantiks schaden und den globalen Handel und die Luftfahrtindustrie in einer schwierigen Zeit schädigen."

Doch was würden die Zölle wirklich bedeuten? Italienische Käsehersteller rechnen vor, dass amerikanische Verbraucher für Parmesankäse wegen der Zölle rund 5 US-Dollar mehr pro Kilo zahlen werden.

Insgesamt seien rund 500 Millionen Euro an italienischen Waren und 1 Milliarde Euro an spanischen Produkten betroffen. Außerdem seien mehr als 1 Millliarde Euro an schottischen Whiskeyexporten gefährdet.

USA sind der größte Markt für Scotch

Denn die USA sind der größte und wichtigste Markt für Scotch. Großbritannien will sich deshalb von der Welthandelsorganisation bestätigen lassen, dass es stets vollständig regelkonform gehandelt hat und deshalb von Zöllen verschont bleiben sollte.

Es bleiben aber noch viele Fragen offen: Bekommt Großbritannien eine Ausnahme? Und wenn nicht, werden britische Produkte auch dann besteuert, wenn das Land am 31. Oktober aus der EU austritt? Entscheidend könnte auch sein, ob es ein Handelsabkommen zwischen Großbritannien und der EU geben wird.