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Meta startet mit Muse Spark in KI-Wettlauf: erstes Großmodell seit Investitionsoffensive

Beispiel für Muse Spark
Beispiel für Muse Spark Copyright  Meta
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Von Pascale Davies
Zuerst veröffentlicht am
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Meta stellt nach neun Monaten wieder ein großes KI-Modell vor, nach Investitionen von 14,3 Milliarden Dollar und einer Offensive bei Führungskräften gegen OpenAI und Google.

Der US-Technologiekonzern Meta hat sein erstes großes Modell für Künstliche Intelligenz vorgestellt. Vorausgegangen war vor rund neun Monaten eine milliardenschwere Investitionsoffensive, mit der Meta seine Position im hart umkämpften KI-Markt stärken will.

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Das Modell mit dem Namen Muse Spark präsentierte Meta am Mittwoch und verspricht mehr Tempo und höhere Leistungsfähigkeit als frühere Systeme.

Der von Mark Zuckerberg gegründete Konzern stieg im Juni 2025 mit 14,3 Milliarden Dollar (12,2 Milliarden Euro)beim Unternehmen Scale AI ein. Zugleich holte Meta dessen Mitgründer und bisherigen Geschäftsführer Alexandr Wang an Bord, der seitdem die Meta Superintelligence Labs leitet, in denen die Teams für grundlegende KI-Modelle gebündelt sind.

Im Anschluss startete Zuckerberg eine große Einstellungswelle und warb Führungskräfte von Konkurrenten wie OpenAI, Anthropic und Google ab.

„In den vergangenen neun Monaten haben die Meta Superintelligence Labs unseren gesamten KI-Technologie-Stack von Grund auf neu aufgebaut“, schrieb Meta am Mittwoch in einem Blogeintrag (Quelle auf Englisch). Man sei dabei schneller vorangekommen als in jedem früheren Entwicklungszyklus.

Das erste Modell sei bewusst kompakt und schnell, könne aber dennoch komplexe Fragen aus Wissenschaft, Mathematik und Gesundheitsthemen durchdenken, heißt es weiter. Es bilde eine starke Grundlage, auf der bereits die nächste Generation entwickelt werde.

Muse Spark gilt als deutlicher Sprung gegenüber Metas bisherigem Flaggschiff Llama 4, das im April 2025 erschienen ist.

Muse Spark: Was das neue KI-Modell kann

Laut Meta verfügt Muse Spark über fortgeschrittene Fähigkeiten beim logischen Schlussfolgern und beantwortet komplexe Fragen, vor allem aus Naturwissenschaften und Mathematik. Das Modell eigne sich zudem besonders gut, um medizinische Ratschläge zu formulieren.

„Um Muse Sparks Fähigkeiten im Gesundheitsbereich zu verbessern, haben wir mit über eintausend Ärztinnen und Ärzten zusammengearbeitet, die Trainingsdaten zusammengestellt haben, damit die Antworten sachlicher und umfassender ausfallen“, heißt es in dem Blogeintrag des Unternehmens.

Das neue Modell soll den digitalen Assistenten in der Meta-AI-App und auf der zugehörigen Website antreiben. In Kürze soll es außerdem in Facebook, Instagram, WhatsApp und Messenger integriert werden und erstmals auch in den Ray-Ban-Brillen mit Meta AI zum Einsatz kommen.

Die Meta-AI-App und die Website erhalten nach und nach einen sogenannten „Contemplating Mode“ für besonders komplizierte Anfragen und Aufgaben, kündigte der Konzern an.

In diesem Modus arbeiten mehrere KI-Agenten parallel und sollen so gemeinsam Lösungen erdenken. Dadurch könne Muse Spark mit den besonders anspruchsvollen Denk-Modi von Spitzenmodellen wie Gemini Deep Think und GPT Pro konkurrieren, heißt es im technischen Blog von Meta.

Zuckerberg erklärte in einem Beitrag (Quelle auf Englisch) in sozialen Medien, Meta wolle KI-Produkte entwickeln, die nicht nur Fragen beantworten, sondern als Agenten auch eigenständig Dinge für die Nutzerinnen und Nutzer erledigen.

Solche KI-Agenten sollen selbstständig handeln und Menschen unterstützen. Sie orientieren sich an den Vorlieben der Nutzerinnen und Nutzer und benötigen keine ständigen Anweisungen.

Das unterscheidet sie von klassischen KI-Chatbots, die vor allem für den Dialog mit Menschen gedacht sind und eher als Co-Pilot fungieren.

Bemerkenswert ist ein möglicher Kurswechsel des Konzerns: Meta hatte seine KI-Modelle ursprünglich als Open Source veröffentlicht. Der Quellcode stand damit grundsätzlich allen zur Nutzung, Veränderung und Weitergabe offen.

Das neue Modell lässt sich jedoch nicht herunterladen. Die Technologie ist damit nicht mehr quelloffen.

Muse Spark steht nach Angaben von Meta vorerst nur Nutzerinnen und Nutzern in den Vereinigten Staaten zur Verfügung.

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