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Auschwitz: KZ wird zum 75. Jahrestag aufwändig restauriert

Auschwitz: KZ wird zum 75. Jahrestag aufwändig restauriert
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Mehr als eine Million Menschen wurden im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau getötet, in weniger als fünf Jahren. Bald jährt sich der Tag, an dem dieser Ort des Grauens befreit wurde, zum 75. Mal. Der Zahn der Zeit nagt - auch an den Gemäuern, die nun aufwändig restauriert werden müssen.

"In praktisch jedem Gebäude sind wir auf Bausubstanzen gestoßen, die renovierungsbedürftig sind. Wir wollten die Häuser so erhalten, dass unser Eingriff nicht sichtbar wird", sagt Andrzej Cyran, Restaurator der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau.

Die Restauration gestaltet sich mitunter schwierig, auch, weil die Authentizität der ausgestellten Gegenstände gewahrt werden soll. Täglich arbeitet ein Team von Restauratoren daran, zurückgelassene Gegenstände der Gefangenen so zu erhalten, wie sie einst vorgefunden wurden.

"Die Gegenstände, die im Lager zurückgelassen wurden, waren schon abgenutzt, als ihre Besitzer hier ankamen. Sie bestehen aus Materialien, deren Zusammensetzung wir nicht kennen. In einem ersten Schritt versuchen wir herauszufinden, womit wir es eigentlich zu tun haben und dann, wie es erhalten können", so Aleksandra Papis, Leiterin der Restaurationsarbeiten am Staatlichen Museum Auschwitz-Birkenau.

Rund 2,5 Millionen Interessierte besuchten die Gedenkstätte allein im vergangenen Jahr - ihr Erhalt ist aus der Sicht des Museumsleiters, Piotr Cywinski, gerade für zukünftige Generationen von grundlegender Bedeutung.

"Das ist kein Ort der Erinnerung in dem Sinn, dass wir auf die Vergangenheit zurück blicken. Nein, es ist ein Ort, der uns daran erinnern soll, was für eine Zukunft wir bauen wollen. Wenn wir uns dieser Tatsache bewusst werden und verstehen wollen, dann ist diese Authentizität von unschätzbarem Wert."

Am 27. Januar 1945 wurde Ausschwitz von der Roten Armee befreit. Für die offizieller Gedenkfeier zum runden Jahrestag werden rund 120 Überlebende und zahlreiche Staatchefs erwartet.

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