Eilmeldung

Grünen-Politiker: Morddrohungen gegen Roth und Özdemir

Grünen-Politiker: Morddrohungen gegen Roth und Özdemir
Euronews logo
Schriftgrösse Aa Aa

Rechtsextremisten haben den Grünen-Politikern Cem Özdemir und Claudia Roth eine Morddrohung geschickt. Das hat die Partei inzwischen bestätigt. Absender der E-Mails soll die Gruppe "Atomwaffen Division Deutschland" sein.

Özdemir schon seit Längerem unter Polizeischutz

Die Zeitungen der Funke-Mediengruppe zitieren aus dem ihnen vorliegenden Schreiben: "Zurzeit sind wir am Planen wie und wann wir Sie hinrichten werden, bei der nächsten öffentlichen Kundgebung? Oder werden Sie von uns vor ihrem Wohnort abgefangen?"

Der 53-jährige Ex-Grünen-Chef Özdemir gab die Mail an die Bundestagspolizei und das Bundeskriminalamt (BKA) weiter. Er erhält bereits seit längerer Zeit Personenschutz. Roth sagte gegenüber Journalisten: "Wer glaubt, uns mit seinem dumpfen Hass und seiner geschichtsblinden Hetze vom Einsatz für eine vielfältige und weltoffene Gesellschaft abbringen zu können, den muss ich bitter enttäuschen."

BKA ermittelt

"Atomwaffen Division" ist eigentlich eine rechtsradikale Gruppe aus den USA. In diesem Jahr waren Flugblätter der Gruppierung in Frankfurt und Köln aufgetaucht, in denen zu Gewalt aufgerufen wird. Das BKA verwies am Samstag auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linke-Fraktion vom Juli 2018.

Darin hieß es, nach vorliegenden Erkenntnissen ergäben sich keine Anhaltspunkte, die darauf hindeuteten, dass es sich bei der "Atomwaffen Division" um eine terroristische Vereinigung handle. Weiter hieß es: "Die Gefährdung durch extrem rechte und rechtsterroristische Gewalttaten in der Bundesrepublik Deutschland bleibt, auch nach der Ankündigung der Existenz eines deutschen Ablegers der AWD, unverändert auf einem abstrakt hohen Niveau."

Euronews kann nicht mehr über Internet Explorer abgerufen werden. Der Browser wird von Microsoft nicht aktualisiert und unterstützt die neuesten technischen Entwicklungen nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen anderen Browser wie Edge, Safari, Google Chrome oder Mozilla Firefox zu benutzen.