Eilmeldung
This content is not available in your region

Verdis "Sizialinische Vesper": Liebe und Rebellion

Verdis "Sizialinische Vesper": Liebe und Rebellion
Schriftgrösse Aa Aa

Zum Jahresende lockt das Opernhaus in Rom mit einem stattlichen Brocken: Giuseppe Verdis "Römische Vesper". 1855 für die Pariser Opera Garnier anlässlich der Weltausstellung komponiert, greift das Werk auf ein blutiges Kapitel der französisch-italienischen Geschichte zurück: den Aufstand der Sizilianer gegen die französischen Besatzer im 13. Jahrhundert.

"Die Pariser Oper war Mitte des 19. Jahrhunderts das wichtigste Haus der Welt", erklärt die argentinisch-italienische Regisseurin Valentina Carrasco.."Für viele Komponisten war es die wichtigste Etappe auf dem Weg zum Ruhm, ein bisschen wie der Broadway heute. Deswegen schrieben viele italienische Komponisten ihre Opern auch auf Französisch."

Neben dem historischen Hintergrund bietet der Fünfakter auch eine dramatische Liebesgeschichte. Roberta Mantegna und John Osborn glänzen in den Hauptrollen.

Singen und spielen ist für den Tenor die große Herausforderung als sizilianischer Widerstandskämpfer Henri. "Es gibt viele Belcanto-Passagen. Darauf bin ich spezialisiert. Man muss sowohl zärtlich als auch heroisch singen können.

Man muss zu allererst Stil und Struktur verstehen und genau überlegen, wie man sich platziert, damit man sich nicht die Stimme zerstört und genEnde der Oper dieses wundschöne Cantabile singen kann. Ewiger Dank dafür an Verdi!"

Ein wahrer Augen- und Ohrenschmaus also, noch bis Ende Dezember im Teatro dell'Opera di Roma.