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Imker protestieren gegen Preis-Dumping durch gepanschte Importe

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Imker protestieren gegen Preis-Dumping durch gepanschte Importe
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In Brüssel haben Imker gegen die ihrer Ansicht nach unfairen internationalen Wettbewerbsbedingungen protestiert.

Billigimporte hätten viele von ihnen in die Pleite getrieben, hieß es.

Ihr Beruf sei wegen gepanschten Honigs aus dem Ausland in Gefahr. Dieser koste etwas mehr als ein Euro pro Kilo, niemand könne da mithalten.

Imker-Vertreter schätzen, dass jährlich rund 20.000 Tonnen Honig-Importe in der EU tatsächlich gefälschte Sirupe seien.

Die Imker verlangen von Brüssel eine bessere Bezeichnungspflicht.

Derzeit erläutert das Label, ob das Produkt von innerhalb oder außerhalb der EU stammt - oder ob es ein Gemisch ist.

Die Imker wollen aber eine klare Herkunftsbezeichnung.

Auf EU-Ebene werde bislang nichts getan. Zwar seien sich alle einig, dass gehandelt werden müsse, aber wenn es darum gehe eine Strategie zu entwickeln und dafür Geld auszugeben, geschehe nichts, sagt Etienne Bruneau vom Bauernverband CopaCogeca.

Die Imker sehen sich zudem als Schützer des globalen Öko-Systems.

Sie bekämpften Pestizide und Chemikalien, die die Bienenkörbe schädigten, sagen sie.

Nun haben sie es noch mit einem - wie sie sagen - unfairen Wettbewerb zu tun.

Die EU will die Imker schützen.

Die Honigproduktion sei ein wichtiger Bestandteil der europäischen Landwirtschaft.

Die EU-Kommission wolle daher den gesamten Sektor in den nächsten drei Jahren mit bis zu 180 Millionen Euro unterstützen, so ein Kommissionssprecher.

Die EU-Landwirtschaftsminister wollen sich auf ihrer Sitzung Ende Januar mit der Frage der Kennzeichnungspflicht beschäftigen.

Doch die Imker sagen, Verbraucher könnten schon schneller handeln, indem sie einfach nur Honig aus der EU kaufen.