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Eurogruppe findet Antwort auf Coronakrise

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Eurogruppe findet Antwort auf Coronakrise
Copyright  Matthieu RONDEL/EU
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Nach Marathonverhandlungen hat sich die Eurogruppe auf ein milliardenschwers Rettungspaket geeinigt. Es beinhaltet Hilfen für gefährdete Staaten, Firmen und Jobs im Umfang von mehr als 500 Milliarden Euro. Die Einigung erzielten die Finanzminister am späten Abend nach schwierigen Verhandlungen.

Eurogruppen-Chef Mario Centeno sagte, "das Programm, das wir heute abgesegnet haben, macht fast 4% des europäischen Bruttoinlandprodukts aus. Außerdem gibt es automatische Stabilisierungsmaßnahmen, die die europäische Wirtschaft in Krisenzeiten stützen. Wir haben noch nie so schnell auf eine Krise reagiert."

Die einzige Bedingung an die Mitgliedsstaaten ist, das Geld in direkte und indirekte Gesundheitskosten zu stecken: in Heilung und Prävention.
Mario Centeno
Eurogruppen-Chef

Somit ist das Ziel Frankreichs, Spaniens und Italiens erreicht, die Unterstützung nicht an strenge Sparmaßnahmen zu knüpfen, wie es bei Griechenland der Fall war.

Die Streitfrage nach einer gemeinschaftlichen Schuldenaufnahme ist noch nicht vom Tisch.

"Was die sogenannten Corona-Bonds betrifft: Als Präsident der Eurogruppe arbeite ich sehr hart daran, keine Debatten abzubrechen oder eine Lösung vorwegzunehmen. Wir müssen uns in Geduld üben," sagte Centeno.

Deutschland ist ein entschiedener Gegner von Eurobonds. Bis zuletzt umstritten waren auch die Bedingungen für den Zugang zu den ESM-Kreditlinien. Die Niederlande wollten ursprünglich scharfe Vorgaben, was Italien und andere Länder aber ablehnten.