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Ärzte im EU-Parlament im Einsatz an der Coronavirus-Front

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Ärzte im EU-Parlament im Einsatz an der Coronavirus-Front
Copyright  Gill, Joanna/EURONEWS BRUSSELS
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Leere Straßen in Brüssel. Viele EU-Abgeordnete arbeiten von zu Hause - wie Peter Liese (CDU), ein Arzt aus Deutschland, der seine Kollegen dort unterstützt.

"Ich arbeite jetzt wieder in einer privaten Praxis, was ich zuletzt 2002 getan habe, das ist also schon lange her.

Und ich kann hier einfache Dinge machen wie Blutabnehmen und allgemeine Untersuchungen durchführen.

Aber an der Seite meiner Kollegen lerne ich auch über komplizierte Fälle."

Auch die liberale französische Abgeordnete Chrysoula Zacharopoulou aus Frankreich ging an die Front im Kampf gegen das Virus.

Derzeit tut sie Dienst in einem Pariser Militärhospital.

Ist sie mit der EU-Antwort auf die Krise zufrieden?

"Angesichts einer solch dramtischen Krise ist es normal, dass wir am Anfang nicht die beste Antwort hatten. Jetzt aber sind die Kommission und die Institutionen auf der Höhe, nutzen morderne Technologien. Ich denke, dass wir die europäische Solidarität erleben."

Eine Meinung, die von ihrem deutschen Kollegen geteilt wird - auch er ist von dem "Virus" namens Solidarität infiziert.

Liese: "Offensichtlich hatten die EU und die Europäische Kommission das Problem am Anfang unterschätzt.

Vor mehr als einer Woche habe ich die Kommission ermutigt, so etwas wie einen zentralen Kontakt zu schaffen, an dem sich alle Krankenhäuser mit Kapazitäten melden können, wenn sie in der Lage sind, Patienten aus anderen EU-Staaten aufzunehmen."

Beide Ärzte sind zurückhaltend mit Prognosen, wann das Leben wieder zur Normalität zurückkehren kann.

Es sei hart für alle, doch der Moment zur Rückkehr scheint noch nicht da zu sein.

Zacharopoulou: "Wir sollten demütig und bescheiden sein und weiter zu Hause bleiben. Das sind wir dem Pflegepersonal, uns selbst und der Gesellschaft schuldig.