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Malta: Jagdsaison trotz Coronavirus

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Malta: Jagdsaison trotz Coronavirus
Copyright  Matthew Mirabelli/ EU
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Eine Rohrweihe - ein Raubvogel, von dem Vogelschützer in Malta sagen, er sei in der diesjährigen Frühjahrsjagdsaison illegal geschossen worden.

Malta erlaubt Jägern, trotz der Coronavirus-Kontaktbeschränkungen auf die Jagd zu gehen.

Was das Jagen angehe, so sei die Regierung stets Wachs in der Händen der Jäger-Lobby, so Vogelschützer Mark Sultana von Birdlife Malta.

Die völlige Rückgratlosigkeit vergangener Regierungen und der heutigen sei unbeschreiblich.

Die Regierung macht indes geltend, dass Jäger allein in der Natur seien und deshalb keine Ansteckungsgefahr bestehe.

Jäger über 65 allerdings bekommen keine Lizenz, da sie zu Hause bleiben sollen.

2015 stimmten die Malteser in einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit für eine Jagdsaison im Frühjahr, und das trotz eines Risikos für Zugvögel.

Die Jäger sagen, sie folgten den gesetzlichen Regeln.

Die Frühjahrsjagd in Malta finde nach strengen nationalen Kritierien und der EU-Vogelschutzdirektive statt.

Nirgendwo sonst seien die Regeln so strikt.

Nach Angaben des obersten amtlichen Veterinärs in Malta wird im Durchschnitt ein Vogel pro Tag illegal geschossen.

Vogelschützer gehen indes von einer weit größeren Zahl aus.