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Französisches Museum erstattet Anzeige wegen Diebstahls von Cattelans Kunstbanane

Französisches Museum erstattet Anzeige wegen Diebstahls von Maurizio Cattelans berüchtigter Kunstbanane
Frankreich: Museum erstattet nach Diebstahl von Cattelans Bananen-Kunstwerk Strafanzeige Copyright  AP Photo - Canva
Copyright AP Photo - Canva
Von David Mouriquand
Zuerst veröffentlicht am
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Unbekannte stahlen das provokante Werk „Comedian“ von Maurizio Cattelan, eine mit Klebeband an die Wand geklebte Banane, am Wochenende aus dem Centre Pompidou Metz. Das Museum hat Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Schon wieder gestohlen.

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Das Museum Pompidou-Metz in Ostfrankreich, ein Ableger des berühmten Pariser Centre Pompidou, meldet den Diebstahl von Maurizio Cattelans provokantem Werk „Comedian“ – besser bekannt als die an eine Wand geklebte Banane.

Das Konzeptkunstwerk des gefeierten italienischen Künstlers, auf 5,8 Millionen Euro geschätzt, verschwand am Wochenende. Ein Sicherheitsmitarbeiter bemerkte den Diebstahl am Sonntag.

Das Pompidou-Metz hat die Banane inzwischen nicht nur ersetzt – das passiert ohnehin alle drei Tage, damit sie frisch bleibt –, sondern auch Strafanzeige gegen Unbekannt wegen Diebstahls gestellt.

Das Museum begründete den Schritt damit, dass der Täter nicht identifiziert sei und es daher „keine Möglichkeit zum Dialog“ gebe. Zudem hieß es, „dies ist das zweite Mal, dass so etwas passiert“, man sehe darin eine Frage des Respekts vor dem Kunstwerk.

Im Juli vergangenen Jahres verzehrte ein Museumsbesucher die Banane – eine Aktion, die Cattelan dazu veranlasste zu sagen, er sei enttäuscht, dass der hungrige Besucher nur die Frucht gegessen und nicht auch das Klebeband probiert habe. Das Museum verzichtete in diesem Fall auf rechtliche Schritte.

Cattelans essbare Schöpfung stellt die Frage, was Kunst ist und wie viel sie wert sein kann. Seit ihrer Premiere auf der Art Basel in Miami Beach im Jahr 2019, damals mit einem Preis von 120.000 Dollar, sorgt sie für Streit.

Auf derselben Messe im Jahr 2019 aß der Performancekünstler David Datuna „Comedian“ mit der Begründung, er sei „hungrig“ gewesen.

Das berüchtigte Werk wurde 2023 auch von einem Museumsbesucher in Seoul verspeist.

Trotz all der Kontroversen um „Comedian“ ist der Wert des Werks in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen.

Der in China geborene Krypto-Unternehmer Justin Sun zahlte 2024 für eine Version des Werks 5,8 Millionen Euro. Wenige Tage später aß er die Banane vor laufenden Kameras in Hongkong auf und setzte damit zahlreiche Zeichen – einige klug, andere eher absurd, manche bezogen auf den Charakter von „Comedian“ als „Protokoll-Kunstwerk“.

Tatsächlich steckt der eigentliche Wert im Echtheitszertifikat und in einem exakt festgelegten Hängeprotokoll. Die Banane – jede beliebige Banane – muss 1,72 Meter über dem Boden befestigt werden und in einem Winkel von 37 Grad schräg hängen.

Cattelan ist auch für andere Werke bekannt, die über den Wert von Kunst und die Absurditäten unserer Zeit nachdenken lassen. Dazu gehört eine funktionsfähige Toilette aus achtzehnkarätigem Gold mit dem Titel „America“, die Donald Trump während dessen erster Amtszeit im Weißen Haus angeboten wurde.

Ein britisches Gericht sprach zwei Männer schuldig, sie 2020 während einer Ausstellung gestohlen zu haben. Die Toilette wurde in Einzelteile zerlegt, das Gold blieb vollständig verschwunden.

Für sein jüngstes Projekt lud Cattelan Menschen zu Beichten ein – mit Aussicht auf Absolution. Zum Beginn der Osterzeit 2026 und zum 21. Jahrestag des Todes von Papst Johannes Paul II. richtete der Künstler eine spezielle Hotline ein und schuf zudem eine limitierte Auflage seines wohl provokativsten und meistdiskutierten Werks – genau 666 Exemplare.

Wo sich die aktuelle Banane und ihr hungriger Dieb befinden, bleibt vorerst ungeklärt.

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