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Iran: Frachtschiff "Lian Star" unter Gambia-Flagge ignoriert 20 Warnungen - USA schießen

Öltanker ankern vor der Küste in der Straße von Hormus nahe Bandar Abbas im Iran, Samstag, den zweiten Mai 2026. (Amirhosein Khorgooi/ISNA/AP)
Öltanker ankern vor der Küste in der Straße von Hormus nahe Bandar Abbas im Iran am Samstag, zweiter Mai 2026. (Amirhosein Khorgooi/ISNA/AP) Copyright  AP Photo
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Von Jeremiah Fisayo-Bambi
Zuerst veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert
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Nach Angaben des US-Zentralkommandos ignorierte das unter gambischer Flagge fahrende Frachtschiff 'Lian Star' mehr als 20 Warnungen von US-Streitkräften, als es in einen iranischen Hafen einlaufen wollte.

Das US-Militär hat am späten Samstag mitgeteilt, seine Streitkräfte hätten ein Frachtschiff gestoppt, das die Blockade iranischer Häfen durchbrechen wollte. Sie feuerten dazu eine Rakete in den Maschinenraum des Schiffs.

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Nach Angaben des US-Zentralkommandos ignorierte der unter der Flagge Gambias fahrende Frachter Lian Star in der Nacht mehr als zwanzig Warnungen der US-Streitkräfte, als er versuchte, einen iranischen Hafen anzulaufen. Das Schiff treibt demnach weiterhin im Golf von Oman. US-Soldaten sind Medienberichten zufolge bislang nicht an Bord gegangen.

Der jüngste Vorfall ereignet sich, nachdem in dieser Woche die Kämpfe wieder aufgeflammt sind – trotz einer brüchigen Waffenruhe, die seit dem 7. April hielt. Zugleich wartet die Welt darauf, ob eine Einigung zur Beendigung des Kriegs zustande kommt. Die USA und Israel hatten ihn am 28. Februar wegen Teherans umstrittenen Atomprogramms gegen Iran begonnen.

Mit dem jüngsten Eingreifen hat das US-Militär nach eigenen Angaben inzwischen sechs Schiffe gestoppt, die die Blockade durchbrechen wollten. Nur ein Schiff durfte weiterfahren. Weitere 116 Schiffe seien umgeleitet worden, hieß es.

Die US-Blockade begann am 17. April. Sie ist eine Reaktion darauf, dass Iran die Straße von Hormus faktisch geschlossen hat, nachdem der Krieg im Nahen Osten ausgebrochen war.

Washington versucht, Irans eigene Exporte zu begrenzen und den Zugang des Landes zu Devisen weiter einzuschränken. Das setzt der ohnehin seit Langem geschwächten Wirtschaft zusätzlich zu.

Trump lässt Entscheidung über Abkommen mit Iran offen

Bereits am Freitag hatte US-Präsident Donald Trump mit Beratern beraten, aber noch nicht entschieden, ob er ein Abkommen vorantreiben will, das die Waffenruhe verlängern und die Straße von Hormus wieder öffnen soll. Beide Seiten hatten sich zuvor auf einen vorläufigen Rahmen verständigt.

Nach Angaben von US-Vertretern soll dieses Abkommen die derzeitige Waffenruhe um 60 Tage verlängern, die Straße von Hormus wieder öffnen und Irans Atomprogramm beschneiden. Teheran würde dafür einen großen Teil seiner Uranvorräte abgeben. Iran betont allerdings, es sei noch keine endgültige Vereinbarung geschlossen.

Ein iranischer Schlepper ist im Vordergrund zu sehen, dahinter liegen Frachtschiffe in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas, Iran, vor Anker, Montag, 4. Mai 2026. (Amirhosein Khorgooi/ISNA via AP)
Ein iranischer Schlepper ist im Vordergrund zu sehen, dahinter liegen Frachtschiffe in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas, Iran, vor Anker, Montag, 4. Mai 2026. (Amirhosein Khorgooi/ISNA via AP) AP Photo

Unterdessen läuft der kommerzielle Schiffsverkehr durch die Meerenge leise weiter – trotz Irans Behauptung, jede Durchfahrt genehmigen zu müssen. Das Verkehrsaufkommen liegt allerdings deutlich unter dem Niveau vor Kriegsbeginn.

„Jeder Verstoß gegen diese Regelungen bringt die Sicherheit der Durchfahrt in ernste Gefahr“, erklärte das gemeinsame Militärkommando Irans am Samstag in einer von Staatsfernsehen verbreiteten Mitteilung. Es warnte zugleich, dass militärische Schiffe, die eingreifen wollten, ins Visier genommen würden.

Teheran hat für die Durchfahrt zeitweise sogar Gebühren von bis zu zwei Millionen Dollar verlangt. Fachleute sehen darin einen Verstoß gegen ein Grundprinzip des internationalen Seehandels: die Freiheit der friedlichen Schifffahrt.

Am Samstag erklärte Katars Vizepremierminister, Scheich Saoud bin Abdulrahman bin Hassan bin Ali Al Thani, sein Golfstaat lehne Transitgebühren grundsätzlich ab. „Aber wenn sie zeitweise erhoben werden sollen, etwa für Minenräumung oder andere klar befristete Zwecke, kann man darüber verhandeln. Das könnte dazu beitragen, dass der Verkehr durch die Straße von Hormus wieder zur Normalität zurückkehrt.“

Die Ereignisse in der Straße von Hormus, einer wichtigen Wasserstraße zwischen Iran und Oman, durch die rund 20 Prozent des weltweiten Schiffsverkehrs führen, haben die Weltwirtschaft erschüttert.

Lieferungen großer Mengen an Erdöl, Erdgas und damit verbundenen Produkten wie Dünger stecken weitgehend fest. Das setzt Verbraucherinnen und Verbraucher sowie Lebensmittelproduzenten zusätzlich unter Druck.

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