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Rassismusdebatte: HBO max nimmt "Vom Winde verweht" aus dem Programm

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Rassismusdebatte: HBO max nimmt "Vom Winde verweht" aus dem Programm
Copyright  Warner Bros. Entertainment via YouTube
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Die aktuelle Rassismusdebatte hat auch Folgen für Film und Fernsehen. So nimmt der US-Streamingdienst HBO max den Film "Vom Winde verweht" vorläufig aus dem Angebot.

Der Streifen aus dem Jahr 1939 enthalte rassistische Darstellungen, die damals wie heute falsch seien, so HBO.

Der Film soll künftigt zwar wieder gezeigt werden. Dann aber "mit einer Erläuterung seines historischen Kontexts und einer Distanzierung von den rassistischen Darstellungen", so HBO.

"Vom Winde verweht" erzählt die Geschichte der Gutsherrin Scarlett O'Hara in den US-Südstaaten zu Zeiten des Bürgerkrieges.

Auch nach der Abschaffung der Sklaverei stehen mehrere afroamerikanische Charaktere freiwillig und loyal zu Scarletts Familie, Probleme durch Sklaverei werden in dem Klassiker nicht thematisiert.

Schauspielerin Hattie McDaniel hatte in dem Film ein Kindermädchen gespielt und dafür 1940 den Oscar gewonnen. Bei der Verleihung durfte sie wegen ihrer dunklen Hautfarbe nicht mit dem Rest des Teams an einem Tisch sitzen, sondern war in den hinteren Teil des Raumes verbannt worden.

Auch andere Filme und Formate sind betroffen: Ende Mai etwa wurde die Ausstrahlung der Reality-Show "Cops" beendet, in der Polizisten in verschiedenen US-Städten begleitet wurden. Es gibt keine Pläne, die Sendung fortzusetzen, heißt es von Paramount, der Produktionsfirma.

Am Dienstag wiederum nahmen Netflix und die BBC die Comedy-Serie Little Britain aus dem Programm. Grund sind sogenannte Blackfacing-Szenen.